Welche Lerntypen gibt es? Tipps zur Lerntypbestimmung

Paul liebt Grafiken, Anna lauscht gebannt den Erläuterungen des Lehrers – jeder lernt anders. Wer einmal weiß, zu welchem Lerntypen er gehört, kann seine Techniken darauf einstellen. Das erleichtert das Lernen!

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Welcher Lerntyp ist Ihr Kind? Visuell, auditiv, motorisch, oder kommunikativ? Das herauszufinden kann das Lernen stark erleichtern

Schon im Jahr 1638 regte der Philosoph, Theologe und einer der ersten Pädagogen Johann Amos Comenius die Menschen dazu an, beim Lernen so viele Sinne wie möglich zu nutzen, um erfolgreicher zu lernen. Doch die Ausprägung der Sinnesorgane variiert von Mensch zu Mensch: So nimmt jeder den Lernstoff auf unterschiedliche Art und Weise am besten auf. In der Lernpsychologie differenziert man deshalb verschiedene Lerntypen, die mit unterschiedlichen Hilfsmitteln erfolgreich(er) lernen.

Lernen mit allen Sinnen!

Auch die Online-Lernplattform scoyo setzt darauf: In spannenden, interaktiven Lerngeschichten können sich Kinder neues Wissen spielerisch aneignen und vertiefen.

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Wer früh herausfindet, zu welchem Typen er gehört, lernt besser. Denn es gibt unzählige, kreative Lerntipps – wirklich effektiv sind sie jedoch nur, wenn sie auch zu einem passen. 

Hinweis: Die Lerntypen können sich auch mischen. Z.B. lernen viele Kinder gut, indem sie sich eine Zusammenfassung schreiben (visueller Lerntyp). Beim Wiederholen des Stoffes hilft es ihnen, durch das Zimmer zu laufen (motorischer Lerntyp). Probieren Sie also unterschiedliche Hilfsmittel einfach einmal aus.

Welche Lerntypen gibt es?

Der visuelle Lerntyp: 

Dieser Lerntyp funktioniert vor allem über die visuelle Wahrnehmung. Visuelle Lerner können Informationen beim Lesen von Texten und Betrachten von Schaubildern besonders gut speichern. Zählt Ihr Kind zu diesem Lerntypen, so kann es helfen, den Lernstoff durch die Erstellung von Grafiken, Mind Maps und Lernpostern zu veranschaulichen, um ihn so besser zu verinnerlichen.

 Lernhilfen: Bücher, Skizzen, Bilder, Lernposter, Videos, Lernkarteien, Zusammenfassungen schreiben (z. B. als Spickzettel, den man natürlich in der Klassenarbeit nicht benutzt), bunte Textmarker 

Der auditive Lerntyp: 

Bewegt Ihr Kind beim Lesen die Lippen mit oder verfügt es über eine schnelle Auffassungsgabe? Dies sind zwei mögliche Signale, die darauf hinweisen, dass Ihr Kind vielleicht zu den auditiven Lerntypen gehört. Auditive Lerner lernen am besten durch Zuhören. So kommen sie auch mit dem klassischen Frontalunterricht sehr gut zurecht. Auditive Lerntypen sollten Texte laut lesen und für eine ruhige Lernumgebung sorgen. Schlagen Sie Ihrem Kind doch einmal vor, Texte auf ein Tonband zu sprechen.

 Lernhilfen: Lernkassetten, Gespräche, Vorträge, Musik

Der motorische Lerntyp: 

Das Prinzip "Learning by Doing" trifft auf diesen Lerntypen voll zu. Motorische Lerntypen speichern etwas am besten, wenn sie es selbst einmal ausprobiert haben. Und sie brauchen Bewegung beim Lernen. Hier gilt: je mehr, desto besser.

Wenn Ihr Kind also beim Lernen durch das Zimmer läuft oder auf dem Stuhl wippt, muss dies nicht immer ein Zeichen von Unkonzentriertheit sein – ganz im Gegenteil. Sie können Ihr Kind unterstützen, indem Sie ihm die Möglichkeit geben mit anschaulichen Materialien wie Modellen und Experimentierkästen zu lernen. Auch Rollenspiele kommen diesem Lerntypen entgegen.

Lernhilfen: (rhythmische) Bewegungen, Nachmachen, Gruppenaktivitäten, Rollenspiele

Der kommunikative Lerntyp: 

Für den kommunikativen Lerntypen ist das Sprechen, vor allem aber der Austausch mit anderen, ungemein wichtig. Er lernt am besten, indem er über den Stoff spricht: Er erklärt und diskutiert gerne und lernt aus diesem Grund am besten in der Gruppe.

Vielleicht können Sie Freunde oder Geschwister zum gemeinsamen Lernen gewinnen? Rollenspiele wie ein Interview oder ein Quiz kommen bei kommunikativen Lernern besonders gut an.

Lernhilfen: Dialoge, Diskussionen, Lerngruppen, Frage-Antwort-Spiele

Lerntypentest: Zu welchem Lerntyp gehört mein Kind?

Die meisten Menschen lassen sich nicht ausschließlich einem Lerntyp zuordnen, sondern mehreren auf einmal. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, unterschiedliche Lernstrategien zu variieren und dabei die verschiedenen Sinnesorgane anzusprechen. Um herauszufinden, zu welchen Lerntypen Ihr Kind gehört, können Sie außerdem online einen sogenannten Lerntypentest durchführen.

Viel Erfolg beim Lernen wünscht Ihr scoyo Team!

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