Haustiere für Kinder: Das lernen die Kleinen mit einem tierischen Familienmitglied

Haustiere sind für Kinder ein Traum. Die Vierbeiner bringen aber auch viel Verantwortung mit sich. Expertin Dr. Lehmann verrät, was es vor der Anschaffung zu beachten gibt und was die Kids durch die Haltung lernen.

Familie: Freizeit: Haustiere – das lernen Kinder mit einem tierischen Familienmitglied
Haustiere bereichern die ganze Familie und bringen Spaß, Abwechslung und emotionalen Halt | © PURINA

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Haustiere sind für Kinder ein großes Thema und für viele ein absoluter Herzenswunsch. Aber mit der Anschaffung von Hund, Katze oder einem anderen (kleinen) Haustier geht auch eine riesige Verantwortung einher. Besonders Eltern stellen sich viele Fragen: Ist mein Kind schon bereit für ein eigenes Haustier? Wie hoch sind eigentlich die Anschaffungs- und vor allem die laufenden Kosten? Wer kümmert sich im Alltag tatsächlich um das Tier? Und wohin mit dem kleinen Mitbewohner, wenn ein Urlaub ansteht?

Für alle, die es besonders eilig haben: Die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Gemeinsam informieren

Grundsätzlich gilt: Alle Tiere – auch die kleinsten – brauchen Aufmerksamkeit, Pflege und Zuwendung. Bevor die Entscheidung für ein tierisches Familienmitglied fällt, sollten sich alle gemeinsam über die Bedürfnisse der unterschiedlichen Tierarten genau informien. Gespräche mit Fachleuten wie Tierärzten oder ein Besuch im Tierheim können helfen. Besonders hilfreich ist es auch, sich zusammen mit den Kindern mit Hilfe eines Buches oder einer Dokumentation ausführlich über die Eigenschaften, Bedürfnisse und Ansprüche des Wunschtieres zu informieren. Damit können Eltern und Kinder realistisch einschätzen, ob das Tier zur Familie passt und ob alle den Anforderungen gerecht werden kann.

Haustiere für Kinder: Bereicherung für die ganze Familie

Ganz wichtig ist, dass Haustiere für Kinder nie leichtfertig angeschafft werden sollten. Denn die meiste Verantwortung tragen wir als Eltern ein Haustierleben lang. Neben den Pflichten, die damit einhergehen, sind Haustiere für Kinder aber auch eine große Bereicherung. Denn vor allem unser Nachwuchs lernt durch das zusätzliche Familienmitglied für sein ganzes Leben. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich das Zusammenleben mit einem Tier sehr positiv auf die Entwicklung der Persönlichkeit auswirken – darüber sind sich viele Experten einig. Haustiere können gerade für Kinder nämlich Spielgefährten und Lehrer zugleich sein. Aber auch Sie als Eltern werden bald merken, wie der kleine Zwei- oder Vierbeiner (oder auch Sechs- oder Achtbeiner) sehr schnell ihr Herz erobert und als volles Familienmitglied mitgedacht wird.

Haustiere für Kinder: Verantwortung übernehmen

Ganz klar, ein Tier muss gut versorgt werden. Das bedeutet nicht nur regelmäßiges Füttern, sondern beinhaltet je nach Tier auch die (Fell-)Pflege, das Gassigehen oder das Katzenklo säubern und in jedem Fall die Beschäftigung mit dem Haustier. Bedenken sollten Sie in diesem Zusammenhang, dass Verantwortungsbewusstsein bei Kindern erst mit dem Alter wächst. Aber schon Kleinkinder können gemeinsam mit einem Elternteil kleinere Aufgaben übernehmen. Je älter das Kind wird, desto mehr Arbeiten (wie beispielsweise Stallausmisten oder Wasser geben) können Kindern als eigenständige Verantwortung übertragen werden. So lernt Ihr Kind schnell, Verantwortung zu übernehmen. Eine wertvolle Erkenntnis dabei: Mein Tier braucht mich und ich muss mich regelmäßig darum kümmern, damit es ihm gutgeht.

Wichtig ist: Wir als Eltern sind immer Vorbild und tragen grundsätzlich die Verantwortung für das Tier. Je größer das Tier, desto mehr Pflege, Aufmerksamkeit und Zeit benötigt es. Wie in der Erziehung wirkt sich der alltägliche Umgang mit dem Tier auch auf dessen Verhalten und darauf aus, wie das Zusammenspiel innerhalb der Familie klappt.

Bedürfnisse erkennen und achten

Das eigene Interesse ist nicht immer auch die Priorität des Gegenüber – diese Erkenntnis erlangen Kinder schnell, wenn sie sich um einen Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier kümmern. Denn manchmal wollen Kinder gerade dann spielen, wenn Miezi ein Nickerchen machen oder Bello etwas fressen will. Aber bereits kleine Kinder können merken, wann ein Tier gefüttert werden muss oder wann die Katze lieber in Ruhe gelassen werden möchte. Wenn es ihnen die Eltern richtig vormachen. Dabei lernen Kinder, eigene Bedürfnisse zurückzustellen und darauf zu achten, was das eigene Haustier gerade braucht. Diese Förderung der Empathie ist eine wichtige soziale Kompetenz, die den Kindern auch im Umgang mit anderen Kids hilft.

Haustiere für Kinder: Emotionaler Halt

Familie: Freizeit: Haustiere – das lernen Kinder mit einem tierischen FamilienmitgliedDie kleinen Familienmitglieder spenden Trost und schenken bedingungslose Liebe – eine wichtige Erfahrung für Kinder | © PURINA

Oftmals sind Haustiere, vor allem Hunde, wie Geschwister für Kinder. Sie sind sehr aufmerksam und reagieren auf den Gemütszustand der Bezugspersonen. Sind die Kiddies gut drauf und haben Spaß, dann lieben es beispielsweise Hunde mit ihnen herumzutollen. Geht es ihnen einmal nicht so gut, dann können die Vierbeiner auch das erkennen und sanft Trost spenden, wenn sie sich an Ihr Kind kuscheln oder anstupsen. Bedingungslose Zuneigung ist das, was wahre Freundschaft ausmacht – eine unwahrscheinlich kostbare Erfahrung, die Haustiere Kindern bereiten können.

Aktiv bleiben

Kinder sind von Natur aus sehr aktiv und neugierig. Sie rennen und springen am liebsten ununterbrochen und unermüdlich umher. Das kann sich allerdings ändern, wenn Schule, Hausaufgaben und Nachmittagstermine einen großen Teil ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Vor allem mit zunehmendem Alter wird die schulfreie Zeit oft lieber mit dem PC oder mit dem Handy gefüllt. Ein Haustier für Kinder ist immer die ideale Motivation sich mit anderen Dingen zu beschäfigen, in der Wohnung herumzutollen und im besten Fall in der Natur aufzuhalten. Auch wenn Ihr Kind es vielleicht nicht offen zugeben will, es wird sich besser fühlen, weil es ausgeglichen ist und das Gefühl hat, gebraucht zu werden. Außerhalb digitaler Weltern und sozialer Netzwerke. Außerdem, Katzenvideos gehen im Netz bekanntlich total durch die Decke 😉.

Selbstbewusstsein stärken mit einem Haustier für Kinder

Mein Haustier liebt mich so wie ich bin! Das ist eine einfache aber wunderbare Wahrheit, die Kindern viel Mut und Stärke geben kann. Es ist gut, wenn sie wissen, dass nicht nur die Familie, sondern auch der beste Freund auf vier Pfoten zu ihnen hält und immer an ihrer Seite steht. Unbezahlbar.

Haustier für Kinder: Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Die Frage "Haustier für Kinder – ja oder nein?" ist nicht ganz einfach zu beantworten. Jede Familie sollte diese Frage ganz individuell für sich beantworten. Das Leben mit einem Haustier kann auf jeden Fall eine große Bereicherung für die gesamte Familie sein und sich positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Was Ihnen die Entscheidung erleichtert:

  • setzen Sie sich als Eltern zusammen mit Ihrem Nachwuchs konkret mit verschiedenen Tierarten und ihren Bedürfnissen, Eigenschaften und Ansprüche auseinander
  • helfen können dabei ein Gespräch mit einem Tierarzt, ein Besuch im Tierheim, Bücher und Dokumentationen
  • Sie als Eltern werden immer die Hauptverantwortung für das Tier tragen
  • Kinder können aber schon im Kleinkindalter erste Aufgaben übernehmen
  • das Zusammenspiel von Haustier und Familie hängt immer davon ab, ob das Tier artgerecht gepflegt und angesprochen wird
  • Haustiere für Kinder geben der ganzen Familie Sicherheit und emotionalen Halt
  • Haustiere stärken das Verantwortungsbewusstsein von Kindern
  • Mit Haustieren lernen Kinder soziale Kompetenzen, wie Empathie und Achtsamkeit
  • Haustiere motivieren die ganze Familie zum Spielen (zu Hause oder sogar in der Natur)
  • Tiere tragen zur Ausgeglichenheit und zum Wohlbefinden bei

Über die Autorin

Familie: Freizeit: Haustiere – das lernen Kinder mit einem tierischen FamilienmitgliedDr. Lehmann ist bundesweit für das Projekt "Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Schulkinder" unterwegs | © PURINA

Dr. Katja Lehmann ist Tierärztin und seit über 15 Jahren in der Verhaltenstherapie tätig. Das Thema Achtung und Schutz der Tiere liegt ihr sehr am Herzen, ebenso wie die Förderung und Entwicklung von Kindern. Seit mehr als fünf Jahren ist Dr. Lehmann als Tierschutzlehrerin für das Projekt "Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Schulkinder" bundesweit im Einsatz. Im Rahmen der Initiative vom Tiernahrungshersteller PURINA und dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) führt sie kostenlose Unterrichtsstunden an Grundschulen durch. Ziel ist es, den Nachwuchs für die Achtung und den Schutz von Hunden, Katzen & Co. sowie deren natürliche Bedürfnisse empfindsam zu machen und ihn über artgerechte Tierhaltung aufzuklären. Die Basis für den Unterricht bilden zielgruppengerechte Materialien, die in Kooperation mit Tierärzten und Pädagogen entwickelt wurden. Dr. Katja Lehmann sowie ihre Kollegen können kostenlos gebucht werden. Weitere Informationen unter www.liebefuersleben.net

*Dieser Artikel ist in Kooperation mit der Initiative "Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Schulkinder" entstanden.

 

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