Gekommen, um zu bleiben. Hörbert – ein ganz besonderer MP3-Player für Kinder

Man nehme Holz, bunte Knöpfe und eine geheime Technik und lasse daraus einen MP3-Player für Kinder entstehen. Geht nicht? Geht doch! Ein Gespräch mit dem Erfinder des hörberts über Musik, Rituale und mehr Nachhaltigkeit im Kinderzimmer.

Rainer Brang und sein hörbert - ein etwas anderer MP3-Player für Kinder
Rainer Brang und sein hörbert

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Wenn unsere Lieblingslieder aus den Lautsprechern klingen, ist es manchmal so, als würden die Töne durch unsere Adern fließen. Uns wird warm ums Herz, wir beginnen zu wippen, zu pfeifen, zu tanzen. Ähnlich kann es bei Hörspielen sein, wenn die vertrauten Stimmen uns abschalten lassen und in den Schlaf begleiten.

Auch für Kinder spielt Musik eine große Rolle, das weiß Rainer Brang. Und so machte sich der Familienvater auf die Suche nach einem Gerät für empfindliche Kinderohren - und scheiterte. Aus der Not heraus baute er einen eigenen MP3-Player für Kinder, aus Holz. Nicht ahnend, dass sich daraus ein ganzes Unternehmen entwickeln würde.

Ein Gespräch mit Rainer Brang, dem Erfinder des hörberts.

scoyo: Warum ist es wichtig, dass Kinder bereits von klein auf mit Musik in Verbindung treten?

Musik trägt Stimmungen und verbindet sich in der Erinnerung mit Erlebnissen. Sie ist ein guter Blitzableiter für Spannungen, oder ein guter Antrieb für schwunglose Zeiten. Kinder können nebenher träumen oder tanzen, malen oder Bilderbücher anschauen, zusammen oder alleine hören, singen oder Töpfe schlagen.

Ich glaube, es gibt außer dem Musikhören nichts universelleres, das man in allen Lebenslagen und zu jeder Zeit tun kann – mit einer Ausnahme, dem Atmen.

Und gerade in der Zeit, in der den Kindern noch nicht alle Möglichkeiten der differenzierten Ausdrucksweise zur Verfügung stehen – eventuell wenig Wortschatz oder wenig Weitblick – da kann ein Kind Musik als Transporter für seine Gefühle nutzen.

scoyo: Wie kamen Sie auf die Idee, einen MP3-Player für Kinder aus Holz zu bauen?

Das fing zunächst ganz harmlos an mit der Suche nach einem halbwegs passablen Player für unseren ersten Sohn. Wie so viele Eltern staunten wir gewaltig, denn gerade für Kinder scheint es immer nur „billig“ zu sein – und das resultiert schließlich häufig in kurzlebigen Plastikprodukten mit schlechtem Klang.

Das hat mich so frustriert, dass ich den Herstellern mein Geld nicht für ein „am wenigsten schlechtes Gerät“ geben wollte. Stattdessen kramte ich mein angestaubtes Wissen über Digitaltechnik aus dem Studium hervor, und der Opa wurde erst einmal in seinen Bastelkeller geschickt. Da war von „Hörspieler“ noch keine Rede, es ging erst einmal um das Prinzip.

scoyo: Welche Anforderungen an einen MP3-Player für Kinder waren Ihnen besonders wichtig?

Als wir uns im Familienrat zur kommerziellen Produktentwicklung entschlossen, fing ich an, das Gerät mit den Augen vieler Kinder, Mütter und Väter zu sehen. An erster Stelle sollte das Gerät gut klingen, denn solange Kinder ihr Sprachvermögen und ihren Wortschatz schulen, sollen gerade die feinen Nuancen der Sprache hörbar sein. Gleiches gilt für Musik: Eine Violine sollte nicht klingen wie ein Akkordeon, oder?

Außerdem musste das Gerät robust sein, damit Eltern nicht einmal mehr in enttäuschte Kinderaugen blicken müssen, wenn ein geliebtes Spielzeug kaputt geht. Und sollte doch etwas passieren, muss das Gerät wenigstens reparabel sein: Ein Kind, das seinen hörbert liebt, will doch eigentlich kein Ersatzgerät haben, denn sein eigener hörbert ist aufgeladen mit den ganzen Emotionen aus vergangenen Hörerlebnissen.

Und schließlich sollte der Player, im Gegensatz zu anderen, von uns gesehenen, elektronischen Geräten, mit sehr wenigen Batterie- oder Akkuwechseln auskommen – gerade die nerven besonders bei elektronischen Spielsachen.

scoyo: Dann bauten Sie den ersten hörbert … Was zeichnet ihn im Vergleich zu anderen Geräten aus?

Sie sagen es schon: Er ist eben ein „Gerät“, und nicht nur „300 Stunden Musik hören“. Genauer gesagt ist er sogar ein „Gerät zum Vererben“ und damit schon irgendwie eine Ausnahme im Kinderzimmer.

Unsere Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, die sehr stark durch das Wegwerfen geprägt ist. Wir beleihen sogar die Zukunft unserer Kinder mit den Spielsachen, die wir ihnen schenken! In 30 Jahren dürfen sie dann als Erwachsene selber schauen, wie sie die Flut aus Plastik- und Konsumgütermüll bewältigen. Da kann es nicht schaden, wenn einige Kinder das Gefühl bekommen, dass es doch auch anders gehen könnte.

scoyo: Und wie reagierte Ihr Sohn auf den ersten hörbert?

MP3-Player für Kinder: Hörbert - gekommen, um zu bleibenOh, das war beeindruckend: anschauen, erkennen, an-sich-drücken, einschalten, jauchzen, tanzen - die Beiden waren sofort dicke Freunde. Und genau das durften wir übrigens noch ein paar weitere Male erleben, z. B. beim Patenkind und bei Nachbarn.

Irgendwann dämmerte uns dann, dass das möglicherweise ein besonderes Erlebnis ist, das man noch viel mehr Kindern bereiten sollte.

scoyo: Welche Art von Musik ist Ihrer Meinung nach am besten für Kinderohren geeignet?

Das ist einfach: so viel Auswahl wie möglich! Kinder sind dermaßen neugierig, dass sie auch mal „The Prodigy“ hören wollen, und gleich danach wieder ein Kinderlied.  Genau dann, wenn Kinder die freie Auswahl an Inhalten haben, können sie passend zu ihren Interessen oder ihrer Stimmung den richtigen Titel wählen. Mit unserem hörbert können sie das ganz allein machen und brauchen nicht die Hilfe ihrer Eltern.

Dadurch erfahren Eltern viel über den Gemütszustand der Kleinen: Gänzlich ungefiltert haben die Kinder auf die gesamte Palette ihrer Emotionen Zugriff und suchen sich die dafür passende Geschichte oder Musik aus.

Das ist unheimlich spannend zu beobachten, und genau dann darf keine verkratzte oder verlorene CD oder ein nicht kindgerechtes Gerät den Moment verderben

scoyo: Und welche Hörspiele empfehlen Sie?

Bei Hörspielen ist es schon kniffliger, denn „nicht-spannende“ und gleichzeitig „nicht-langweilige“ Hörspiele sind mitunter schwer zu finden. Kinder rufen durch das wiederholte Hören bestimmter Passagen gerne die gleichen Gefühle ab, und da ist es natürlich gut, wenn nicht nur Spannungsbögen zur Verfügung stehen, sondern direkt eine ganze Palette an Emotionen. Zum Beispiel löst Benjamin Blümchen nicht in jeder Geschichte einen Kriminalfall, da haben Eltern mehr Auswahl an Themen.

scoyo: Gibt es in Ihrer Familie gemeinsame Hörrituale?

Sie meinen, dass wir seit 3 Jahren mit unserem zweiten Sohn immer ein Weihnachtslied zum Einschlafen hören? Ja, das tun wir. Das klappt erste Sahne.

Oder dass wir nach dem Sommerurlaub auch die grässlichsten Kinder-Disco-Hits auf unsere hörberts spielen? Auch das tun wir. Ist wie Fotos anschauen.

Kennen wir manche Folgen von „Ritter Rost“ oder „Die 3 ???“ auswendig? Natürlich. Schließlich hat hörbert keine Kopfhörer, und drum teilen wir alle unsere Hörerlebnisse mit allen Familienmitgliedern.

Übrigens steigert das die Qualität der Inhalte auf den Geräten, denn wenn die Eltern das mithören (müssen), sorgen sie beim Bespielen schon aus Selbstschutz für eine höhere Qualität der Inhalte. Das sage ich zwar mit einem Augenzwinkern, aber ein Körnchen Wahrheit ist da denke ich dabei, ganz bestimmt.

scoyo: Wie lange überlebt ein „hörbert“ im Kinderzimmer? 

Die prognostizierte Lebenszeit ist: Kinderzimmer -> Jugendzimmer -> WG/Studentenbude -> Küche/Wohnzimmer/Nachtschränkchen -> Kinderzimmer -> Jugendzimmer -> WG/Studentenbude -> Küche/Wohnzimmer/Nachtschränkchen, usw.

Wenn Kinder mit einem hörbert aufwachsen, rechne ich nicht mit einem besonders großen Zweitmarkt auf ebay, denn wie wollen Sie Ihrem Kind erklären, dass sein hörbert gehen muss?

Und selbst bei Abnutzungserscheinungen oder nach einem Sturz des Geräts aus dem Stockbett gibt es viele Ersatzteile.

Dies ist ein Sponsored Post. Die Interviewfragen stellte Christina Drachsler.

Über hörbert-Erfinder Rainer Brang

Rainer Brang ist der Erfinder von hörbert und selbst Vater von zwei Kindern. Er hat mit seinem MP3-Player aus Holz ein Gerät entwickelt, das speziell für die selbstständige Bedienung von Kinder ausgerichtet ist, denn: hörbert hat kein Display, weil seine Benutzer noch nicht lesen können, und zur Sicherheit gibt es auch keine Kopfhörer mit gefährlichen Kabeln. Stattdessen wurde auf einen sehr guten Klang durch den eingebauten Lautsprecher geachtet, die Bedienung erfolgt durch bunte Tasten, und zur Freude der Eltern spielt der Hörspieler durch die stromsparende Elektronik besonders lange ohne häufig Akkus oder Batterien zu wechseln.

Im Online-Shop auf www.hoerbert.com lässt sich jeder hörbert durch eine individuelle Gravur zum ganz persönlichen Geschenk verwandeln, und kommt spielbereit mit Batterien und über zwei Stunden Inhalt versandkostenfrei in sein neues Zuhause. Holz, Edelstahl und die handwerklich hochwertige Verarbeitung sprechen eine deutliche Sprache: hörbert kommt, um zu bleiben.

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