Studie zeigt: Kinder lernen am liebsten mit digitalen Medien

Bewegte Bilder, animierte Figuren, individuelle Lernpfade und direktes Feedback: Kinder sind fasziniert vom Spielen und Lernen mit digitalen Medien.

Schule: Studie zeigt, dass Kinder am liebsten mit digitalen Medien lernenSchüler-Umfrage: 45% haben am meisten Spaß beim Lernen mit elektronischen Medien. | © scoyoComputer, Tablets und Smartphones werden immer beliebter und sind aus dem Schul- und Lernalltag kaum mehr wegzudenken - so wäre es jedenfalls, wenn es nach den Wünschen der Kinder gehen würde.

Eine Befragung* im Auftrag vom Online-Lernspezialisten scoyo hat ergeben, dass 45 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren digitales Lernen bevorzugen und hierbei am meisten Spaß haben. Bei den Jungen favorisiert sogar jeder zweite das Lernen mit Computern und mobilen Geräten. Nur 15 Prozent der befragten Schüler üben am liebsten mit klassischen Lehrbüchern.

Warum digitales Lernen bei Kindern so beliebt ist, begründet Daniel Bialecki, Geschäftsführer von scoyo, wie folgt:

„Digitale Lernprogramme sprechen mit Animationen und Ton mehrere Sinne gleichzeitig an. Das macht Spaß und motiviert, das Gelernte schnell in der Praxis auszuprobieren.“

 

Digitales Lernen: Medienkompetenz als wichtiger Nebeneffekt

Digitale Medien sind schon früh Teil der Lebensrealität von Kindern. Laut der KIM-Studie 2012 (Kinder + Medien), herausgegeben vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest, nutzen 62 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen regelmäßig das Internet. Dass sie folglich schon früh lernen sollten, richtig mit Computer, Tablet und Smartphone umzugehen, wird nach Meinung von Pädagogen und Bildungsforschern immer wichtiger: 

„Schulunterricht sollte von den Erfahrungen der Kinder ausgehen. Das schließt das situative Lernen und Methoden des Lernens mit ein, die mehr an den täglichen Lebensbezügen der Kinder andocken – beispielsweise mit modernen Medien“, sagt der Neurobiologe Martin Korte.

Wenn Schüler Lerninhalte mit digitalen Medien spielerisch wiederholen, bringt das einen wichtigen Nebeneffekt: Sie steigern ihre Medienkompetenz.

Mehr Wissenswertes, Tipps und Checklisten zum Thema Lernen im Internet finden Sie in unserem kostenlosen Ratgeber.

Kinder wünschen sich mehr digitales Lernen, doch Eltern sind unsicher

Schule: Studie zeigt, Kinder haben Spaß beim Lernen mit digitalen MedienEltern-Umfrage: 28% der Eltern geben an, dass ihre Kinder praktisches Lernen bevorzugen. | © scoyoDie Begeisterung der Kleinen für digitale Medien beobachten auch viele Mütter und Väter. Bei einer Forsa-Umfrage** unter Eltern schulpflichtiger Kinder gab jeder fünfte an, dass sein Nachwuchs am meisten Spaß am Lernen hat, wenn er Aufgaben am Computer löst. Nur im praxisorientierten Arbeiten sehen Eltern einen größeren Spaßfaktor (28 Prozent).

Diskussionsthema Medienzeit

Doch in den Familien gibt es oft heiße Diskussionen darüber, wie lange Kinder vor dem Bildschirm sitzen dürfen. Ratschläge von Medienpädagogen variieren dabei je nach Alter der Kinder. Bei Grundschülern liegen die Empfehlungen im Durchschnitt bei maximal einer Stunde pro Tag – egal ob vorm Fernseher, am Computer oder an der Konsole. Experten sind sich einig, dass Eltern Art und Umfang des computergestützten Lernens regulieren sollten.

Daniel Bialecki empfiehlt dazu: „Es ist hilfreich und sinnvoll, wenn Eltern ihre Kinder bei den ersten Schritten am Computer oder im Internet begleiten. Eine digitale Lernumgebung muss werbefrei sein. Zudem sollten Eltern und Kinder gemeinsam die Lerndauer festlegen.“ Mehr Tipps zur richtigen Begleitung beim Umgang mit digitalen Medien finden Sie hier. Finden Sie heraus, wie fit Ihr Kind in Sachen Medienkompetenz ist mit unserem großen Typentest.

Wie kann Schule mehr Spaß machen?

Auf die Frage, wie Lernen für die Schule mehr Spaß machen könnte, gibt es drei herausstechende Antworten:

  • mehr praktische Übungen
  • keine Hausaufgaben
  • verstärkter Einsatz von Computern im Unterricht

Quelle:

* Bundesweite FACT-Online-Befragung im Auftrag von scoyo. Befragt wurden 860 Kinder zwischen 5 und 13 Jahren. Sommer 2013.
** Repräsentative, bundesweite Forsa-Umfrage im Auftrag von scoyo. Befragt wurden 1.005 Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren mit Kindern bis 13 Jahren im Haushalt. Sommer 2013.

Alle Grafiken der Studie als PDF

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