Schule auf dem Prüfstand: Hirnforscher kritisiert Schulsystem

Können Kinder alles können? Jedes Kind hat viele Potentiale, sagt Hirnforscher Gerald Hüther. Was der Schulkritiker über das Schulsystem denkt, erfahren Sie hier.

Schule: Kritik am Schulsystem
In jedem Kind steckt ein Genie, sagt Hirnforscher Gerald Hüther. | © iStock.com/VikramRaghuvanshi

„Alle Kinder haben das Zeug zum Überflieger“ sagte der Neurobiologe und Hirnforscher Professor Dr. Gerald Hüther in einem Interview mit Christian Bleher aus der SPIEGEL ONLINE Redaktion. Durch seine Kritik am Bildungssystem liefert der Forscher neuen Zündstoff zur Diskussion über das Lernen an deutschen Schulen.

Schule: Kritik am SchulsystemProfessor Dr. Gerald Hüther | © Fotograf: Josef FischnallerHüther ist davon überzeugt, dass in jedem Kind ein Genie steckt und lediglich die vorhandenen Potentiale Raum zur Entfaltung bekommen müssen. Vor allem die Aufteilung in drei Schulformen sei daher nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr sollte künftig die Förderung der Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten sowie die Leidenschaft, sich mit etwas Bestimmtem zu beschäftigen im Mittelpunkt stehen. Ergebnisse aus der Hirnforschung belegen, dass Schüler sich Wissen in kürzester Zeit aneignen, wenn sie sich für etwas interessieren.

Kurz gesagt: Kinder dürfen den Spaß am Lernen nicht verlieren. Voraussetzungen dafür sind:

  1. Leidenschaft
  2. Eigenverantwortung
  3. Lust, die Welt gemeinsam zu gestalten

Der Schulkritiker rät: weg von Frontalunterricht, starren Lehrplänen und einem Schulsystem, das aussortiert.

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Das ganze Interview der SPIEGEL ONLINE Redaktion finden Sie hier.

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