Tipps von Bloggern: Lernen in den Ferien - Ja oder Nein?

Jedes Jahr stehen sie vor der Tür, die Sommerferien, und mit ihnen die Frage, ob Kinder in den Ferien lernen sollten. Gemeinsam mit Bloggerin Frau Mutter haben wir das Eltern-Blogger gefragt – die besten Tipps gibt´s hier.

lernen lerntipps lernmotivation Frau Mutter schreibt uebers Lernen in den Ferien
Frau Mutter schreibt übers Lernen in den Ferien | © Nina Massek - frau-mutter.com


Unsere Umfragen unter Eltern und schulpflichtigen Kindern haben ergeben: 2/3 der Schülerinnen und Schüler lernen in den Ferien. Nicht selten führt das zu Konflikten. Kein Wunder, nur wenigen Kindern macht das Üben in der schulfreien Zeit wirklich Spaß. Demnach stellt sich für Eltern immer wieder die Frage, ob ihre Kinder die Ferien dazu nutzen sollten, Lerninhalte zu vertiefen, oder ob sie das Schulbuch ganz beiseitelegen.

Das ist sicherlich nicht leicht zu beantworten. Viele Eltern befürchten, dass nach sechs Wochen Schulpause viel Gelerntes wieder verschwunden ist oder dass sich etwaige Lücken weiter vertiefen. Gleichzeitig wollen sie nicht zu viel Druck ausüben. Wir wollten es genauer wissen und haben gemeinsam mit Bloggerin Frau Mutter zu einer Blogparade aufgerufen: „Lernen in den Ferien – ja oder nein?“

Fast einstimmig: Lernen in den Ferien – wenn’s sein muss, aber definitiv ohne Schulbuch

Anhand der Reaktionen wurde schnell deutlich: Die Blogger sind sich einig, Ferien dienen in erster Linie der Erholung – für Kinder wie auch für Eltern. Und trotzdem legen sie das Thema „Lernen“ nicht ganz ad acta, sondern probieren hier und da mal aus, auf anderen Wegen zu lernen. Dabei haben die Autoren viele Tipps & Tricks aus ihrem eigenen Familienalltag verraten. Wir stellen sie vor.

Blogger verraten ihre besten Tipps für das Lernen in den Ferien

1. Alternativ-Lerntipps von Frau Mutter  (20. Juni 2014)

Bloggerin Frau Mutter macht mit ihrer Familie in den Ferien einen großen Bogen ums Schulbuch und fördert ihren Nachwuchs auf andere Art: Sie üben im Restaurant lesen, indem jeder seine eigene Speisekarte erhält und sein Gericht selbst aussucht. Auf der Italienreise schreiben die Kleinen die Ansichtskarten an Oma und Opa. Und rechnen kann beim Marmeladekochen oder Bücherregalbauen ganz nebenbei gefördert werden. Den ganzen Text gibt´s auf frau-mutter.com

2. Expertentipps und -meinungen von Mann beißt Hund (22. Juni 2014)

Nicola Wessinghage betont in ihrem Beitrag zur Blogparade, dass Lernen dann am besten funktioniert, wenn Spaß aufkommt. Und das passe doch wunderbar in die Ferien: Ob Muscheln sammeln, zählen und sortieren, Sandburgen bauen oder Urlaubsgeschichten schreiben – die Möglichkeiten sind zahlreich und machen vor allem eins: Freude! Den ganzen Text gibt´s auf mann-beisst-hund.de

3. Lernen muss Spaß machen, besonders in den Ferien, betont Schlaflose Mutti (23. Juni 2014)

Nicole von Schlaflose Mutti ist der Meinung, dass Eltern oft zu ambitioniert und ehrgeizig sind, was das Thema „Lernen in den Ferien“ angeht. Dazu zählte sie auch sich. Mittlerweile ist sie der Überzeugung, dass Noten nicht alles sind, und legt viel Wert auf eine positive Grundstimmung gegenüber dem Lernen und Regeneration in den Ferien: „Wir hätten in den Ferien sicher mehr rausholen können, aber dann wäre uns auch eine Menge Spaß verloren gegangen!“ Den ganzen Text gibt´s auf schlaflose-muttis.de

4. Lernen in den Ferien? Kommt drauf an, sagt Marie (24. Juni 2014, in den Kommentaren auf frau-mutter.com)

Marie ist grundsätzlich gegen das Lernen in den Ferien. Doch auch sie hat ihren Sohn in den Sommerferien dazu „verdonnert“, Wissenslücken auszubessern – gebracht hat es letztlich nicht viel, weshalb sie nun versucht, Schulstoff und Ferien zu trennen.

5. In den Ferien sollten Kinder das „lernen“, was sie wirklich interessiert, rät Berlinmittemom (1. Juli 2014)

Anna Luz de Leon von Berlinmittemom setzt in den Ferien auf Lerneffekte, die der Schulalltag so nicht bieten kann. Sie möchte, dass sich Kinder hier vor allem mit den Dingen beschäftigen, die sie fesseln: „Was sie sich beim Spaziergang am Ostseestrand aneignen an Wissen über Pflanzen, Steine und Gezeiten ist etwas, das sie sich nachhaltig einprägen werden, weil es für sie konkret erfahrbar ist.“

Gleichzeitig betont sie, dass es wichtig ist, elementare Schulthemen wie Rechtschreibung, Grammatik und das kleine Einmaleins weiter zu vertiefen. Die Inhalte baut sie in kleinen Häppchen in den Ferienalltag ein: fünf Minuten im Strandkorb, fünf Minuten auf dem Weg zum Strand oder fünf Minuten in der Badewanne. Den ganzen Text gibt’s auf berlinmittemom.com

6. Kinder brauchen Ferien, können aber auch angemessen gefördert werden, schreibt Kalinchen Kuddelmuddel-Welt (1. Juli 2014)

Ihr Kind ist noch nicht in der Schule, aber für Lehrerin, Mama und Bloggerin von kalinchenundmama.blogspot.de steht jetzt schon fest, dass in den Ferien keine Aufgaben aus Schulbüchern gelöst werden müssen. Lernen an sich sei ok, wenn es in den Alltag integriert wird, z. B. beim Einkaufen (Einkaufszettel schreiben lassen). Ihr Fazit: „Wenn wir Erwachsenen Ferien brauchen, haben Kinder diese noch viel viel nötiger als wir. Dennoch dürfen sie angemessen gefördert werden!“ Den ganzen Text gibt’s auf kalinchenundmama.blogspot.de

7. In den Ferien sollte nur „passiv“ gelernt werden, damit Kinder mit Elan ins neue Schuljahr gehen, rät MomsOffice (3. Juli 2014)

Die Bloggerin von MomsOffice spricht aus Erfahrung, wenn sie sagt, dass ihre Kinder nichts vom Erlernten vergessen, wenn sie in den Ferien eine Lernpause einlegen. Die schulfreie Zeit hätte sogar immer einen sehr positiven Effekt: mehr Elan und Motivation fürs neue Schuljahr. Nebenbei gelernt wird aber auch in den Ferien – nur eben nicht mit den alt bekannten Arbeitsutensilien. Dazu gehört z. B. Nachrichten gucken und darüber diskutieren, einkaufen gehen und Wechselgeld abrechnen. Doch dieses Jahr gerät auch MomsOffice ins Schwanken und sucht gerade nach der zündenden Idee, wie man ohne Bücher den Satz des Pythagoras in den Alltag integrieren könnte… Den ganzen Text gibt’s auf momsoffice.de

8. Busybee macht Lernen mit Medien schmackhaft (14. Juli 2014)

Bloggerin Busybee möchte das Lernen in den Ferien möglichst spannend gestalten und kauft jedes Jahr diverse Medien wie französische Comics oder CDs ein, mit denen ihre Kinder nebenbei ihre Sprachkenntnisse verbessern können bzw. sollen. Der Erfolg ist naja, mal so mal so, denn die neu erworbenen Stücke sind zwar für den Moment supercool, nach längerer Zeit aber nicht mehr auffindbar. Aufgeben will sie nicht… Den ganzen Text gibt´s auf bebusybee.blogspot.de

9. Klar lernen wir in den Ferien, sagt Tulpentopf (16. Juli 2014)

Bloggerin Tulpentopf hat Lernheftchen beim Discounter entdeckt, mit denen ihr Sohn sich auf die Vorschule vorbereitet, während ihre Tochter ihr Wissen aus der ersten Klasse vertieft. Damit sind lange Autofahrten und Regentage im Handumdrehen vorbei. Gleichzeitig setzt sie auch auf den Geschwister-Effekt, also darauf, dass sich beide Kinder gegenseitig motivieren. Den ganzen Text gibt´s auf tulpentopf.de

10. Vereinbarkeitsblog gibt Tipps aus der Lehrer- und Elternperspektive (18. Juli 2014)

Lehrertipp: Bei kurzen Ferien während des Schuljahres kann es Sinn machen, zu lernen, besonders wenn Klassenarbeiten anstehen oder um Vokabeln zu wiederholen. In den Sommerferien hingegen sollen Schüler auf keinen Fall täglich lernen, sondern ihrem Geist eine Pause gönnen.

Muttertipp: In den Ferien sollten Kinder „freilernen“, also sich mit den Dingen beschäftigen, die sie gerne machen. So lernen sie unstrukturiert und selbstgesteuert und die Mütter haben in den Ferien auch mal frei.

Den ganzen Text gibt´s auf vereinbarkeitsblog.de

Bewertung

Bewerten Sie diesen Artikel:
0 von 5 Sternen (0 Bewertungen)
Sie haben diesen Artikel bewertet. Vielen Dank für Ihr Feedback.

Kommentare