Checkliste & Tipps: Medienkompetenz von Kindern fördern

Digitales Lernen spielt für Schüler eine immer größere Rolle. Wie fit ist Ihr Kind im Umgang mit digitalen Medien? Nutzen Sie unsere Checkliste und Tipps, um die Medienkompetenz Ihrer Kinder zu fördern.

Kinder und Medien: Medienkompetenz von Kindern fördernDigitale Medien als treue Lernbegleiter | © Monkey Business Images/ShutterstockDas Erdkundereferat mit Online-Videos aufpeppen oder Matheaufgaben in Online-Abenteuerwelten spielend lösen: Das gehört hierzulande noch lange nicht zum Schulalltag von Kindern. Beim Thema digitale Medien im Unterricht hinkt Deutschland europaweit hinterher. Das muss sich ändern, sagen die Zentralstelle für Unterrichtsmedien im Internet (ZUM) und die Digitale Schule Bayern – und rufen deshalb alljährlich den 13. März zum Tag des digitalen Lernens aus. Das Ziel der Initiative: das vernetzte, eigenständige und mobile Lernen fördern und die Medienkompetenz von Kindern stärken. Denn: Kinder, die sich im Internet bewegen, sollten wissen, was sie dort erwartet und wie sie sich richtig verhalten.

Neben vielen Schulen aus ganz Deutschland beteiligt sich auch scoyo an dem Aktionstag. Wir wissen aus erster Hand: Kinder lernen mit digitalen Medien nicht nur zeitgemäß, sondern hoch motiviert und effektiv. Interaktive und individuell an das Kind angepasste Lernangebote verdeutlichen den teilweise schwierigen Schulstoff anhand von alltagsrelevanten Beispielen und Geschichten. Sie helfen, den Lernstoff im Gehirn zu verankern. Gamification-Ansätze wie Besten-Listen motivieren, weiter zu machen. Der Erfolg ist wissenschaftlich belegt: Experten der Universität Duisburg-Essen wiesen bei Kindern, die mit scoyo lernten, einen Lernzuwachs von 64 Prozent nach.

Trotz dieser Erfolge sind viele Eltern verunsichert, wie sie die Qualität digitaler Lernangebote beurteilen sollen und ob ihr Kind mit dem Netz umgehen kann.

Checkliste: Ist mein Kind bereit, digitale Medien zum Lernen zu nutzen?

Um Ihnen als Eltern mehr Sicherheit zu geben, veröffentlichten wir unseren Ratgeber Online Lernen, den Sie sich kostenlos sichern können. Hier stellen wir Ihnen daraus eine Checkliste und Tipps zur Verfügung, die Sie bei der Medien-Erziehung unterstützen. Wie fit ist ihr Kind im Umgang mit neuen Medien (bitte Fragen mit Ja oder Nein beantworten)?

  • Kann Ihr Kind mit einem Touchscreen umgehen?
  • Kennt Ihr Kind die wesentlichen Funktionen eines PCs, Laptops oder Tablets?
  • Hat Ihr Kind schon häufiger ein Smartphone oder Tablet bedient?
  • Hat Ihr Kind in der Schule bereits mit digitalen Medien gelernt?
  • Lernt Ihr Kind gern eigenständig?
  • Ist Ihr Kind informiert über das Thema Sicherheit im Internet?
  • Kann Ihr Kind Werbung von anderen Inhalten unterscheiden?

Können Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten, ist Ihr Kind voraussichtlich in der Lage, mit digitalen Medien zu lernen. Seien Sie aber weiterhin aufmerksam: Überprüfen Sie, wie viel Zeit Ihr Kind mit Tablet und Laptop verbringt und wofür es die Geräte nutzt.

Fallen Ihre Antworten gemischt aus oder ist „Nein“ die häufigste Antwort, so sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind zunächst grundsätzliche Regeln im Umgang mit digitalen Medien erlernt. Nutzen Sie dafür auch Informationen der Medieninitiativen wie Schau hin!, Klicksafe oder Klick-tipps.net. Der scoyo-Typentest zur Beurteilung der Medienkompetenz von Kindern gibt Ihnen weitere Hilfestellungen für die Medienerziehung zuhause.

7 Tipps für Eltern: Gemeinsam Online-Medienkompetenz aufbauen

  1. Sprechen Sie über mögliche Risiken! Anstatt Verbote im Umgang mit dem Internet aufzustellen, ist es sinnvoll, sich mit seinem Kind über die Gefahren des Internets auszutauschen und gemeinsam Regeln festzulegen. Dabei kann ein Eltern-Kind-Vertrag hilfreich sein. Der hilft, dass mündlich getroffene Vereinbarungen wirklich gehalten werden.
  2. Zeigen Sie Interesse an neuen Medien! Für Kinder üben digitale Medien eine besondere Faszination aus. Sperren Sie sich dagegen, verwehren Sie sich auch die Chance, Ihr Kind beim Aufbau seiner Medienkompetenz zu unterstützen und in gewisser Weise Kontrolle über die Mediennutzung zu behalten. Fragen Sie also aktiv nach, was es Neues auf dem Markt gibt und welche App gerade total angesagt ist. So behalten Sie stets den Überblick und können gegebenenfalls eingreifen oder zur Vorsicht „mahnen“.
  3. Aber: Seien sie nicht zu streng oder kritisch, sondern zeigen Sie Ihrem Kind, dass es mit jeglichen Fragen, Anregungen und Wünschen zu Ihnen kommen kann und Sie sich dem Ganzen konstruktiv annehmen.
  4. Begleiten Sie Ihr Kind, besonders am Anfang! Unabhängig davon, wie sicher Ihr Kind sich im Netz bewegt, sollten Sie es begleiten, wenn es online lernt. Das bedeutet nicht, dass Sie jedes Mal danebensitzen müssen, sobald Ihr Kind den Computer startet. Doch besonders am Anfang ist es wichtig, dass Sie dabei sind, ggf. gemeinsam Accounts eröffnen und Profile anlegen. So können Sie Ihrem Kind sofort erklären, warum es nicht ratsam ist, persönliche Fotos oder ausführliche Profildaten zu veröffentlichen. Zeigen Sie Ihrem Kind frühzeitig, wie das Netz funktioniert, warum es bestimmte Regeln zu beachten gilt und unterstützen Sie es nachhaltig beim Auf- und Ausbau seiner Medienkompetenz.
  5. Behalten Sie den Überblick! Wichtig ist, dass Sie wissen, wie Ihr Kind das Internet nutzt und online lernt. Sprechen Sie sich über die Auswahl geeigneter Angebote ab und machen Sie sich ein Bild davon, was Ihr Kind lernt, wie lange und mit welchem Erfolg. Fragen Sie nach, welche Erfahrungen es macht und wie es diese selbst einschätzt.
  6. Seien Sie ein Vorbild! Alles, was Sie Ihren Kindern an Risiken und Regeln beim Thema Internet mit auf den Weg geben, sollten Sie auch selbst verinnerlicht haben. Wer den Online-Datenklau kritisiert und selbst eine Vielzahl persönlicher Daten ins Netz stellt, wirkt nicht glaubwürdig.
  7. Tauschen Sie sich aus und fragen Sie ruhig andere Eltern oder Lehrer nach ihren Erfahrungen. Bei unserer Blogparade #familiedigital haben uns Blogger verraten, wie sie das Thema (Neue) Medien bei sich zuhause handhaben. Eine Zusammenfassung finden Sie hier: Medienerziehung in der Familie

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