Medienerziehung in der Familie: Blogparade von berlinmittemom & scoyo

Gemeinsam mit Berlinmittemom haben wir Blogger dazu aufgerufen, uns einen Einblick hinter die Kulissen ihres Medienalltags zu gewähren und zu beschreiben, wie sie die (digitale) Medienerziehung in ihrer Familie handhaben.

Kinder und Neue Medien: Blogparade Medienerziehung in der Familie auf berlinmittemom.deBerlinmittemom fragt Blogger nach ihren Tipps zur Medienerziehung | © berlinmittemom.deDer Einzug digitaler Medien in unseren Alltag ist längst geschehen. Unsere Kinder werden Tag für Tag mit Computer, iPad, Smartphones & Co. konfrontiert. Das können wir als Eltern spätestens ab der Einschulung nicht mehr ausschließlich steuern. Es liegt an uns Eltern, zu entscheiden, wie wir mit dieser technologischen Herausforderung umgehen wollen, wie wir unsere Kinder auf die digitale Welt vorbereiten und sie im Laufe der (Schul-)Zeit begleiten.

Klare Regeln, Grenzen oder einen vorgeschriebenen Weg gibt es hierbei wie in so vielen Fragen der Erziehung leider nicht. Deshalb haben wir uns schon bei unserem ersten scoyo-Elternabend dem Thema „Medienkompetenz – fitte Eltern, starke Kinder“ zugewendet (hier ansehen) und Aspekte wie Cyber-Mobbing, soziale Netzwerke & Co. diskutiert.

Blogger geben uns Einblick in ihren (Medien-)Alltag

Im Anschluss sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben im Oktober 2014 Eltern-Blogger dazu aufgerufen, uns und ihren Lesern zu berichten, wie sie die Medienerziehung in ihren Familien handhaben. Unterstützt wurden wir dabei von Anna Luz de León auf ihrem Blog Berlinmittemom.

Im Folgenden haben wir die unterschiedlichen Meinungen, Hinweise und Tipps der Blogger zusammengestellt. Auf den ersten Blick wird eines sofort klar: Keine Meinung ist wie die andere. Jede Familie findet einen ganz eigenen Weg, ihre Sprösslinge „medienfit“ zu machen. 

1. Berlinmittemom: Medienerziehung in der Familie ist wie gesunde Ernährung

Berlinmittemom Anna Luz de León vergleicht in ihrem Beitrag zur Blogparade Medienkonsum mit Schokoladenkonsum: Kinder und Erwachsene lieben Schokolade, auch wenn sie wissen, dass sie nicht gut für sie ist. Eltern können ihren Kindern schlecht Schokoladenverbot erteilen, wenn sie selbst gerne ein Stück naschen. Wichtig ist: das richtige Maß zu halten und vorbildhaft zu genießen. Auch eine gesunde Ernährung verträgt nämlich manchmal einen „Double Chocolate Layer Cake“. 

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Berlinmittemom

2. Die gute Kinderstube: Wir sind Eltern der medienaffinen Gruppe 

Julia und ihr Mann sind viel im Internet unterwegs und deshalb nicht verwundert, dass ihrer Tochter früh Interesse an digitalen Geräten und deren Möglichkeiten zeigt. Sie haben Regeln aufgestellt, die PC und Smartphone aus gemeinsamen Momenten verbannen, und versuchen ihrem Nachwuchs vorzuleben, dass man sich genauso gut offline beschäftigen kann.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Die gute Kinderstube

3. Mama on the rocks: Medien sind nichts Böses! 

Mama on the rocks arbeitet im Homeoffice am PC und ist deshalb nicht verwundert, dass sich ihre Tochter zum 5. Geburtstag einen Laptop wünscht. Den bekommt sie auch – einen Lern-PC, mit dem spielerisch Buchstaben gelernt werden und die Kleine langsam an Medien herangeführt wird. Medienerziehung bedeutet für sie, ihren Kindern Freude, Nutzen und Sinn digitaler Medien zu vermitteln. 

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Mama on the rocks

4. More than words: Das Gute vom Schlechten unterscheiden 

Micha hat erlebt, wie zu viel Zeit am PC bei ihrem Sohn (17) zu schlechten Noten führte. Gemeinsam haben sie darüber gesprochen und sich Lösungen überlegt. Heute kontrolliert ihr Sohn seinen Medienkonsum fast allein. Sie versucht ihren Nachwuchs im Umgang mit Medien behutsam zu begleiten und fördert die Selbständigkeit ihrer Kinder.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von More than words

5. Mein Leben als Familienmanagerin: Bei uns gibt es medientechnisch eine ganz klare Regelung! 

Täglich 30 Minuten Medienzeit für die Kleinen (4 und 7 Jahre) und 60 Minuten für die Große (11 Jahre) - so ist der Medienkonsum in der Familie Leithe geregelt. Dabei wird zusätzlich auf Werbefreiheit und Qualität der Inhalte geachtet. Bloggerin Simone ist überzeugt, dass es auch ohne Medien gehen kann und versucht mit Konsequenz, den Konsum in ihrer Familie gering zu halten.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von mein Leben als Familienmanagerin

6. MyMischMasch: Große Fans des Mittelwegs 

Cary wuchs mit amerikanischen Kindersendungen auf, die ihr nicht nur halfen, ihr Englisch weiter zu verbessern, sondern sie auch bei der Erziehung unterstützten. Deswegen ist sie per se nicht gegen Medienkonsum und Kindersendungen im Fernsehen. Computerspiele hingegen beschränken sich bei ihr nur auf „erzieherisch wertvolle“ Spiele. Generell ist sie der Meinung, dass Verbote nur die Neugier steigern, und versucht für ihre Familie, immer einen guten Mittelweg zu finden.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von MyMischMasch

7. Tiffy Fee: Hänschen klein, surft allein ...

Da es heutzutage gar nicht mehr ohne digitale Medien geht, ist es Tiffy wichtig, ihren Nachwuchs kindgerecht an diese heran zu führen. Sie vertraut darauf, dass ihr Sohn lernt, Vor- und Nachteile der Medien selbst zu erkennen - anfangs mit ihrer Hilfe und später auch allein.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Tiffy Fee

8. Alltagstipps: Lieber mehr Zeit im realen Leben

Der „Druck der Gesellschaft“ sorgt bei Nicole dafür, dass ihre Kinder mehr Zugang zu digitalen Medien haben als ihr lieb ist. Innerhalb ihrer Familie hält sie den Medienkonsum gering und animiert ihre Kinder zu anderen Freizeitaktivitäten. Auf diese Weise will die Bloggerin ihren Nachwuchs vor gefährlichen Medieninhalten schützen und sie zu verantwortungsvollen Medienkonsumenten erziehen.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Alltagstipps

9. Familie mit Kind: 5 Dinge, die Sie und Ihre Kinder im Internet beachten sollten 

Ben beginnt gerade damit, seinem Sohn das Internet näher zu bringen. In seinem Beitrag zur Blogparade teilt er diese Erfahrung mit uns und gibt fünf Tipps, die aus seiner Sicht eine verantwortungsvolle und sichere Mediennutzung ermöglichen.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Familie mit Kind

10. Zwillingswelten: Medien haben ihre Zeit 

In Svens Familie gibt es eine geregelte „Medienzeit“. Insgesamt 20 Minuten am Tag darf der Nachwuchs kindgerechte Apps auf dem iPad spielen oder Kindersendungen gucken. Außerdem dürfen die Kinder Hörspiele auf ihren CD-Playern hören. Diese Regelung funktioniert, laut Sven, bisher sehr gut.  

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Zwillingswelten

11. Familiemotte: Verantwortung und Spaß

Bevor ihre Tochter zur Welt kam, haben Mama und Papa Motte ausgiebig digitale Medien genossen. Jetzt ist es ihnen wichtig, ein gutes Vorbild für ihr Mädchen zu sein und ihm einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Netz zu vermitteln. Ohne Verbote soll sie Vorteile und Risiken digitaler Medien erfahren, um sich eines Tages eigenständig in der Medienlandschaft bewegen zu können. Dabei ist es für Mama Motte auch vollkommen in Ordnung wenn „einfach mal nur Spaß“ im Vordergrund steht. Eine kurze Episode einer Kinder-DVD von 5 bis 10 Minuten Länge ist in dieser Familie das tägliche Pensum. Zurzeit darf die kleine Motte abends 5 bis 10 Minuten mit Ihren Eltern eine Kinder-DVD schauen.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Familie Motte

12. Out of the blue: Medien sind nur eine Ergänzung des realen Lebens 

Hannah ist für eine Reglementierung digitaler Medien. Bis zu einem gewissen Alter sollten Eltern bestimmen, welche Medien in welchem Umfang genutzt werden. Dabei ist es ihrer Meinung nach vollkommen in Ordnung, dass Mama und Papa mehr Zeit vor Fernseher oder PC verbringen, schließlich sind sie „die Großen“. Ein besonderes Anliegen ist Hannah, dass die reale Welt nicht vergessen wird. Kinder sollen weiterhin lernen, wie man ein Lexikon benutzt, wie eine Zeitung aufgebaut ist und dass soziale Medien nie das reale Leben ersetzen können.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von out of the blue

13. Blogprinzessin: Medienabstinenz ist nicht Medienkompetenz! 

Fernsehen ist für den Nachwuchs von Katarina kein Tabu, solange sie und ihr Mann wissen, was da läuft. Medien sind aus der heutigen Welt nicht wegzudenken, deshalb sieht Katarina es als ihre Aufgabe an, ihre Töchter im Umgang mit Medien anzuleiten und sie zu kompetenten Nutzern zu erziehen.

Hier geht es zum ganzen Beitrag von Blogprinzessin

14. 2Wcrafts: Ja zur Mediennutzung, aber bitte altersgerecht 

Anja überlegt bewusst, wann sie ihre Kinder an welches Medium heranführt. Smartphone und Laptop sollen diese zum Beispiel direkt als Arbeitsgeräte und nicht als Spielzeug kennenlernen. Ihr ist es wichtig, dass Eltern sich mit dem Medienkonsum ihrer Sprösslinge auseinandersetzen und sich aktiv informieren, was ihr Nachwuchs nutzt und ob dies altersgerecht ist.

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15. Mama notes: Du wächst mit deinen Aufgaben 

Je nach Wetterlage dürfen die Kinder von Mama notes abends auch mal fernsehen. Gemeinsam besprechen sie und ihre Kinder, welche Filme geguckt werden und welche nicht – und vor allem wie lange. Mama notes möchte auf diese Weise das „Medienerlebnis“ bewusst und verantwortungsvoll gestalten. Nach Ablauf der Zeit sollen ihre Kinder das digitale Medium dann eigenständig ausschalten. Für Spiele auf dem iPad hält Mama notes ihre Kinder noch zu jung.

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16. Absolut Patrice: Kaum Zeit für digitale Medien

Für Aktivitäten im Netz ist bei Patrice kaum Platz. Nach der Schule im Haushalt geholfen, werden Hausaufgaben gemacht und Freunde getroffen, es wird gemeinsam gekocht und noch zusammen eine Stunde ferngesehen. Hin und wieder dürfen ihre Töchter (3 und 9 Jahre) mit dem Handy spielen. Ihr Sohn (15) darf selbst entscheiden, wie viel Zeit er an seinem Handy verbringt, und er geht laut Patrice genügend anderen Aktivitäten nach.

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17. O’Reilly Blog: Was bedeutet Medienerziehung in der Familie für euch?

Autorin Corina Pahrmann vom O’Reilly Blog nennt sich selbst handysüchtig und hat ihre Fragen zum Thema Medienerziehung den Medienpädagogen Björn Friedrich und Tobias Albers-Heinemann gestellt. Gemeinsam kommen sie unter anderem zu der Erkenntnis, dass es von Vorteil sein kann, die Mediennutzung zeitlich zu begrenzen, dass anwesende Personen immer Vorrang vor Handy-Gesprächspartnern haben und dass ein generelles Verbot meist eine schlechte Lösung ist.

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18. Mausekinder: Meine Eltern haben bei meiner Medienerziehung sehr viel richtig gemacht 

Die Mausemama orientiert sich bei der Medienerziehung ihres Kindes stark an ihrer eigenen Erziehung. Sie ist froh, dass ihre Eltern ihr nur wenig Umgang mit Medien erlaubt haben, da sie deshalb verschiedene Hobbys entdecken und mit anderen Kindern spielen konnte. Andererseits wurde sie oft ausgegrenzt, weil sie nicht „mitreden“ konnte. Diese Erfahrung möchte sie ihrem Sohn ersparen und versucht, auch wenn es ihr schwer fällt, ihm so viel zu erlauben, wie es in seinem Umfeld üblich ist.

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19. Jademond: Vorbild sein ist viel wichtiger als Verbote und Gerede 

In der Familie von Jademond ist die mediale Nutzung klar geregelt. Absprachen werden vereinbart und eingehalten, Filme werden gemeinsam ausgesucht. Jademond selbst versucht sich so zu verhalten, wie sie es von ihrem Nachwuchs erwartet. Oft sind es ihre Kinder, die sie dann auf Fehlverhalten aufmerksam machen. Zum Beispiel, wenn sie doch einmal, ohne es zu merken, mehr Zeit am PC verbringt als gewollt.

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20. Mamas Lifestyle: Medienerziehung als große, bunte Kreuzung 

Yummy Mummy beschreibt in ihrem Beitrag zur Blogparade die mediale Welt als riesige, bunte Kreuzung, auf der es viel Interessantes zu entdecken gibt, von der aber auch Gefahren ausgehen. Sie ist dafür, ihre Kinder an die Hand zu nehmen, sie mit den Verkehrsregeln vertraut zu machen und einen sicheren Weg zum Ziel zu suchen. Bei ihr gibt es keine feste Regeln, was die Dauer der Mediennutzung angeht. Sie setzt auf Vorbildfunktion, Vertrauen und Kommunikation.

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21. Babyplausch: Spielen statt Fernsehen

Der kleine Junior der Bloggerin von Babyplausch ist stolze 2 Jahre alt. Fernsehen gibt es für ihn noch nicht. Dafür setzt seine Mutter auf freies Spielen und Bilderbücher, um seine Kreativität und Fantasie zu fördern.

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22. Fräulein im Glück: Einfach mit der realen Welt zufrieden sein

Kinder genießen die reale Welt so, wie sie ist, ohne sich Gedanken über den nächsten Post in sozialen Netzwerken zu machen - und das soll nach Bloggerin Birgit möglichst lange so bleiben. Sie bemerkt, dass viele Eltern (sie selbst eingeschlossen) nicht maßvoll mit Medien umgehen und deshalb in einer schlechten Position sind, um als Vorbilder aufzutreten. Deshalb strebt sie mit mehr Achtsamkeit im Alltag einen vernünftigen Medienkonsum für sich und ihre Kinder an.

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23. Große Köpfe: Zugang mit Regeln

Bei Große Köpfe Zuhause gelten bestimmte Regeln für den Medienkonsum. Dazu gehört auch, dass nur am Wochenende gemeinsam ein Familienfilm angeschaut wird - unter der Woche ist der Fernseher tabu. Um den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit (Neuen) Medien näherzubringen, hält Große Köpfe weder etwas von Medienabstinenz noch von einem ungeschützten Zugang. Wichtig sei, dass Eltern bewusst ausschalten, off gehen müssen.

Hier geht es zum Beitrag von Große Köpfe

Auch Ich lebe jetzt und Lieblingsmama haben teilgenommen und ihre Tipps und Erfahrungen in einem Blogbeitrag verfasst.

Großes Dankeschön

Wir bedanken uns bei allen Bloggern und freuen uns über die vielen guten Beiträge zum Thema. Schreiben Sie uns doch auch hier in den Kommentaren, wie Sie die Medienerziehung Zuhause handhaben.

Ihr scoyo-Team

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