Sonnenbrand: S.O.S für die Kinderhaut

Besonders in den Ferien verbringen viele Familien Zeit an der frischen Luft. Im Winter auf Skipisten, im Sommer am Strand. Wie man seine Kinder richtig schützt und was zu tun ist, wenn es doch mal zu spät ist, lesen Sie hier.

Junge im Wald lächelt in die Sonne
| © Unsplash

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UV-Belastung: Winter vs. Sommer

Dass die Sonnenbrandgefahr im Sommer besonders hoch ist, wissen Sie. Aber wussten Sie auch, dass die Sonne im Dezember und Januar in Bayern durchschnittlich 171 h scheint?

Der strahlend blaue Himmel schafft optimale Bedingungen auf den Skipisten und für Winterwanderungen, die Sonne wärmt wohltuend das Gesicht. Genau darin liegt allerdings die Gefahr: Durch die kalten Temperaturen nimmt man die Sonnenstrahlung weniger stark wahr und Wangen, Stirn und Nase fühlen sich nicht warm an.  

Natürlich hängt die Stärke der ultravioletten Strahlen im Sonnenlicht von verschiedenen Faktoren ab: vom Sonnenstand (also Tages- und Jahreszeit), der jeweiligen Ozonschicht oder der Höhe des Ortes. Im Sommer ist die Belastung am größten, da dann der Tagbogen der Sonne höher und länger ist. Im Winter hingegen fallen die Sonnenstrahlen flach auf und die Strahlung verteilt sich auf einer größeren Fläche. Trotzdem sind auch im Winter genug Ultraviolettstrahlen vorhanden, um der Haut schaden zu können: In den Bergen ist die Luft dünner, UV-Strahlen dringen leichter durch. Pro 300 Meter Höhe nimmt die Strahlung um ca. 4 % zu. Äußere Einflüsse wie Schnee und Nässe – sie reflektieren die Strahlen – verstärken diese Belastung zusätzlich.

Wie und warum man Kinder vor den Strahlen schützt

Vor allem Kinder können das Risiko der Sonneneinstrahlung nicht selbst einschätzen und brauchen dabei Hilfe. Denn bis zur Pubertät ist die Kinderhaut relativ dünn und weniger pigmentiert als bei einem Erwachsenen – schädliche UV-Strahlen können so besonders tief in die Haut eindringen. Während Erwachsene relativ schnell auf Hautirritationen reagieren, dauert es bei Kindern länger. Ein Sonnenbrand ist für sie besonders gefährlich, weil die Symptome erst relativ spät sichtbar werden.

Mädchen spielt am Strand© Pixabay

Warum ist Sonnenbrand eigentlich so gefährlich? Er ist der wichtigste Risikofaktor bei Hautkrebs. Häufige Sonnenbrände stehen im Zusammenhang mit schweren Hauterkrankungen. Die Hautzellen werden immer wieder und nachhaltig geschädigt. Laut aktuellen Studien gibt es einen Zusammenhang zwischen häufigen Sonnenbränden und schwarzem Hautkrebs.

Sorgen Sie deshalb immer für ausreichend Schutz. Worauf man im Sommer achten sollte, wissen Sie wahrscheinlich. Aber wie schützt man Kinder vor Wintersonne?

  • Spezielle Sonnencreme für den Winter verwenden: Diese Cremes enthalten weniger Wasser und mehr Fett – das schützt die Haut zusätzlich vor Irritationen.
  • Lippenpomade für den Winter schützt speziell die Mundpartie, deren zarte Haut in kalten Monaten besonders empfindlich ist.
  • Sonnenbrille mit polarisierten Gläsern: Auch die Augen sollten das ganze Jahr über vor Strahlen bewahrt werden. Im Winter steht die Sonne tiefer als im Sommer. Das bedeutet: Schnee und Eis reflektieren die Sonne – eine zusätzliche Belastung für das Auge. Polarisierte Gläser filtern die schädlichen UV-Strahlen.
  • Kopf abdecken – eine klassische Pudelmütze reicht aus, die Kopfhaut dankt
  • Die richtige Kleidung: Ist man bei steigenden Temperaturen sogar einmal ohne Jacke unterwegs, dann sollte darauf geachtet werden, dass Funktionswäsche mit Lichtschutzfaktor getragen wird.

Sonnenbrand behandeln: das hilft

Der Sonnenbrand äußert sich bei Kindern zeitversetzt. Der Höhepunkt wird nach ca. 12 – 24 Stunden erreicht. Er äußert sich nicht nur durch eine gerötete Haut oder sogar kleine Bläschen, sondern geht auch mit einem Jucken und/oder Brennen einher. Der Sprössling wird davon wenig begeistert sein, deshalb sollten Sie die Symptome des Sonnenbrandes möglichst schnell lindern. Während sich die Haut regeneriert und der Sonnenbrand abklingt, wird zugleich das Jucken und Brennen weniger.

Das lindert die Symptome des Sonnenbrands:

  • Kühlung & Feuchtigkeit spenden: Die Haut sollte gekühlt werden. Am besten eignen sich kühle Umschläge, beispielsweise mit Apfelessig. Aber Vorsicht: Die Kinderhaut im Gesicht ist noch einmal dünner und empfindlicher, deshalb keine zu kalten Umschläge oder Cool-Packs verwenden. Ein weiteres wirksames Hausmittel bei Sonnenbrand ist die Salatgurke – sie hat einen kühlenden und beruhigenden Effekt.
  • Reibung vermeiden: Vor allem wenn Bläschen entstanden sind, sollten diese nicht mit zu engen Kleidungsstücken weiter gereizt werden. Deshalb zum Schlafen lieber ein weites T-Shirt
  • anziehen!
  • Cremes und kühlende Gels aus der Apotheke verwenden.
  • Sonne meiden: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind vorübergehend vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Die UV-Strahlung wird die bereits geschädigte Haut zusätzlich irritieren! Ein leichter Sonnenbrand sollte nach ein bis zwei Tagen abgeklungen sein.
  • Wann Sie zum Arzt gehen sollten: Wenn Bläschen entstehen oder Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Fieber auftreten, sollten Sie mit dem Kind unbedingt einen Arzt aufsuchen – auch während dem Urlaub im Ausland!

Mädchen in Winterklamotten steht vor pinker Wand und lächelt© Unsplash

Checkliste für Winter-Sonne:

  • Spezielle Sonnencreme für den Winter mit mindestens 30 LSF
  • Lippenpomade mit LSF
  • eine Kopfbedeckung (im Winter: Skihelm bzw. Haube; im Frühling/Sommer: Sonnenhut oder Schildkappe)
  • Kleidung: ggf. Funktionswäsche mit UV-Schutz, Handschuhe
  • Sonnenbrille mit polarisierten Gläsern
  • Reise-Apotheke

Checkliste für Sommer-Sonne:

  • Sonnencreme mit mindestens 30 LSF, für das Gesicht noch höher (nicht vergessen: mehrmals am Tag eincremen!)
  • eine luftige Kopfbedeckung (Sonnenhut, Tuch für den Kopf)
  • Sonnenbrille mit polarisierten Gläsern
  • eventuell UV-Schutzkleidung zum Spielen am Strand und im Meer
  • eventuell einen Sonnenschirm
  • Reise-Apotheke

Über den Autor

Familie: Gesundheit: Hausapotheke für Familien: das sollte die Grundausstattung beinhaltenDr. Walter Mair ist bereits seit 2003 Besitzer der Stadtapotheke Sterzing | © Stadtapotheke Sterzing

Dr. Walter Mair leitet bereits seit 2003 die Stadtapotheke Sterzing in Südtirol. Zum Erfolg des beliebten südtiroler Unternehmens tragen der herausragende Service, ein äußerst kompetentes Apotheken-Team und qualitativ hochwertige Produkte bei.

*Dieser Artikel ist in Kooperation mit der Stadtapotheke Sterzingen entstanden.

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