Mein Pausenbrot: Wer will schon in der Schule Gesichter essen?

Schmieren auch Sie Ihren Kindern die Pausenbrote und suchen nach neuen Anregungen? Erfahren Sie mehr in unserer Kolumne zum Tag des Butterbrotes.

Wer will schon Gesichter essen? So zaubert ihr tolle Pausenbrote
| © unsplash

Ganz ehrlich, Brot ist schon toll. So ein frisches Vollkornbrot, kurz angetoastet und mit Salzbutter bestrichen. Mmmmmmmhhhh. Sehr lecker. Aber was jetzt zum „Tag des Butterbrotes“ durch die Medien geistert finde ich schon etwas eigenartig.

Da werden für die Schule Wurstscheiben mit dem Keksausstecher ausgestampft und lächelnde Gurkengesichter aufs Pausenbrot gelegt. Ganz ehrlich – wer will denn in der Schule ein Gesicht essen? Mein Sohn jedenfalls nicht. Er ist acht Jahre alt und geht in die 3. Klasse einer Hamburger Schule. Am liebsten hätte er jeden Morgen ein Salami-Brötchen und kalte Würstchen (igitt) in der Brotdose mit zur Schule. Das gibt's aber eher selten. Meistens ist es Vollkornbrot mit Salami, Frischkäse oder (ungelogen) Harzer Roller! Ja, mein Sohn mag tatsächlich diesen Stinkkäse, auch in der Schule. Auch Reiswaffeln sind oft mit in der Pausen-Brotdose. Naja, und dann gibt es immer noch eine Box mit Obst oder geschnittenem Gemüse, wie Möhren oder Gurke. Und ein Pausensnack steigert schließlich nachweislich die Leistungsfähigkeit in der Schule.

Pausenbrot: Frisch statt Firlefanz

Wenn ich die Rezepte für Schule und Pausenbrote in Frauenzeitschriften oder Elternmagazinen sehe, dann finde ich das schon inspirierend, weil einem im Alltag schnell die Ideen für Pausenbrote ausgehen. Ich habe schon viele, viele Hundert Pausenbrote für die Schule geschmiert. Wenn ich anfange, die Pausenbrote perspektivisch hoch zurechnen, wird mir angst und bange. In welchem Alter kann ein Kind eigentlich seine Pausenbrote allein machen?

Eher überflüssig in den Magazinen finde ich diese ganzen Deko-Bastelanleitungen. Das liebevoll geschnitzte Gesicht als Brotbelag ist entweder beim Öffnen der Brotdose schon total verrutscht oder wird vor Bewunderung gar nicht erst angerührt. Aber tatsächlich steht mein Sohn darauf, wenn ich frischen Schnittlauch oder Kresse auf den Frischkäse streue.

Schnell in die Schule, aber bitte ohne Stress

Und ganz ehrlich: Neben dem ganzen Schulstress brauchen wir als Familie morgens nicht auch noch einen 5-Sterne-Pausenbrot-Wettbewerb in der Küche. Bei geht es morgens eher zielgerichtet zu, würde ich sagen. Ich stehe eine drei viertel Stunde vor meinem Sohn auf. So kann ich in Ruhe den ersten Kaffee trinken, einen Blick in die Tageszeitung werfen und den Tag relativ gemütlich beginnen. Während der Nachwuchs dann langsam aufsteht, im Bad verschwindet und sich anzieht, mache ich die Pausenbrote. Wenn mein Sohn in die Küche kommt, wird gemeinsam gefrühstückt. Dafür bleiben meist 20 Minuten – dann muss ich ihn auch schon Richtung Schule treiben … Das ist der stressige Teil. Sobald er das Haus verlassen hat, mache ich mich auf den Weg zu scoyo. Und genieße dort meinen zweiten Morgenkaffee, während der Rechner hochfährt. Das ist natürlich die  „Optimalversion“. Denn häufig genug hängt morgens doch der Haussegen schief... weil Sohnemanns Lieblingspullover in der Wäsche ist, das Bett ein allzu gemütlicher Ort oder man einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Ganz ehrlich: Familienstress am Morgen möchte jeder lieber vermeiden. Aber immerhin: Mein Kind hat ein leckeres, gesundes Pausenbrot zu essen. Von mir aus darf es auch ruhig mal ein bei den Lehrern verpöntes Schokobrötchen sein. Hauptsache, glücklich.

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