Starker Rücken, starkes Ich! Haltungsschäden bei Kindern vorbeugen

Viele Menschen beklagen sich mit zunehmendem Alter über starke Rückenschmerzen. Die Ursachen: Haltungsschäden, die sich meist schon im Kindesalter gebildet haben. Mit diesen Tipps können Sie vorbeugen.

Familie - Gesundheit - Haltungsschäden bei Kindern vorbeugen

Der Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule besteht aus 33 Wirbeln, 23 Bandscheiben und zahlreichen Bändern. Von der Seite aus betrachtet, bildet die Wirbelsäule eines Erwachsenen eine S-Form. Nimmt man sie von hinten unter die Lupe, erscheint die Wirbelsäule wie eine gerade Linie.

Für eine richtige Haltung der Wirbelsäule sind die Muskeln, die sie umgeben, verantwortlich. Eine Rolle spielen aber auch die Bauchmuskeln, die als Gegenstück zur Rückenmuskulatur fungieren. Sind diese Muskelgruppen unterentwickelt, können Haltungsschäden leichter entstehen.

Unter Haltungsschäden versteht man üblicherweise die Krümmung der Wirbelsäule zur Seite (Skoliose), nach hinten (Rundrücken) oder nach vorne (Hohlkreuz) entgegen der üblichen Form.

Ursachen für Haltungsschäden           

Als häufigste Ursachen für Haltungsschäden gelten Übergewicht und Fehlbelastungen des Rückens. Diese Fehlbelastungen bilden sich in der Regel durch eine falsche Körperhaltung am Arbeitsplatz bzw. am Schreibtisch. Sind dann auch noch die Rücken- oder Bauchmuskeln schlecht entwickelt, ist ein Haltungsschaden quasi vorprogrammiert.

Besonders Kinder sind sehr anfällig für Haltungsschäden, da ihre Wirbelsäule noch nicht so stabil ist, wie die eines Erwachsenen und die Rücken- und Bauchmuskulatur noch nicht voll ausgebildet ist.

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4 Tipps: Haltungsschäden bei Kindern vorbeugen 

1. Ausgewogene und gesunde Ernährung. Besonders übergewichtige Kinder sind leider stark anfällig für Haltungsschäden.

Tipps hier im ELTERN! Magazin:

2. Der richtige Schulranzen. Er sollte nicht zu schwer sein - das ist wichtig. Und auch wenn es vielleicht "uncool" ist: Es schadet dem Rücken sehr, wenn man den Rucksack nur über eine Schulter trägt. Dadurch wird die Wirbelsäule falsch belastet, was eine Krümmung der Wirbelsäule zur Seite zur Folge haben kann. 

Mehr Tipps im ELTERN! Magazin: Der richtige Schulranzen – worauf achten?

3. Bewegung. Tut gut und macht gesund. Das gilt auch für den Rücken. Schwimmen, z. B., beansprucht Rücken- und Bauchmuskeln, ohne dabei die Wirbelsäule zu belasten. Perfekt, um den Rücken zu schonen und gleichzeitig zu trainieren. So können Haltungsschäden bei Kindern vorgebeugt werden.

4. Aufrecht sitzen. Kinder müssen jeden Tag viel sitzen. Ob in der Schule oder zu Hause am eigenen Schreibtisch - das geht auf den Rücken! Wichtig ist hier die richtige Sitzposition. Und die lautet: aufrecht! Auch regelmäßiges Verändern der Position kann helfen, den Rücken zu entlasten. Durch einen gekrümmten Rücken kann nämlich ein Rundrücken bzw. ein Hohlkreuz entstehen.

Ein richtig eingestellten Schreibtisch ist für das Lernen zu Hause das A und O. Entsprechende Kinderschreibtische gibt es zum Beispiel auf vertbaudet.de.

Und in der Schule? Immer mal wieder aufstehen (in den Pausen natürlich), um den Rücken vom Sitzen zu entlasten. Zusätzlich kann die Rücken- und Bauchmuskulatur durch verschiedene Übungen gestärkt werden, um Haltungsschäden bei Kindern vorzubeugen.

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