Mit den Augen meines Kindes ... 8 Dinge, die wir von Kindern lernen können

Kinder stecken voller Mut, Neugier und Toleranz – tolle Eigenschaften, die uns im Alter manchmal verloren gehen. Gut, dass wir von unseren Kleinen lernen können, die Welt auch mal durch ihre Augen zu sehen.

Familie: Freizeit: Die Welt aus Kinderaugen sehen: 8 Dinge, die wir von Kindern lernen können
Lassen Sie sich von der Leichtigkeit Ihrer Kinder anstecken!

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Für unsere Kleinen ist das Leben ein riesiger Abenteuerspielplatz. Während wir davon träumen einen Sonntag mal ausschlafen zu können, kann es für sie nicht früh genug auf Entdeckungsreise gehen. Alles Neue weckt ihre Neugier, sie wollen die höchsten Hindernisse erklimmen und am liebsten stundenlang einfach nur spielen.

Im Alter lässt das nach. Die kindliche Gelassenheit geht verloren. Zahlreiche Verpflichtungen nehmen die Zeit ein, die wir früher unseren Hobbys widmeten. Wir akzeptieren Grenzen, ohne zu versuchen, sie zu überwinden. Natürlich macht uns das Leben weiser und wir entwickeln manche Ängste nicht ohne Grund. Doch manchmal schadet es uns Großen nicht, das Leben aus der Perspektive der Kleinen zu betrachten. Was wir von Kindern lernen können, hat nichts mit Wissen zu tun. Es ist ihre Art, das Leben zu leben von der wir uns, nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Berufsleben, manchmal etwas abschauen können.  

Wie und was wir von unseren Kindern lernen können:

1. Mit unserer Fantasie spielen

Wie oft werden im Beruf und im Alltag kreative Lösungen von einem gefordert? Hierfür können Sie einiges von Ihren Kindern lernen, denn nichts ist für sie natürlicher, als das Spielen. Die Kleinen fantasieren stundenlang und erschaffen ganze Welten in ihrem Kopf. Wäre es nicht toll, diese Fähigkeit auch noch als Erwachsener zu besitzen? Das geht ganz einfach – unser Rat lautet schlichtweg: Spielen Sie! Denn dabei wird Ihre Fantasie ordentlich angekurbelt. Das hilft, abstrakt zu denken und neue Lösungswege zu entdecken.

Und so können Sie von Ihren Kindern lernen: Wenn die Kleinen sich das nächste Mal Kostüme über den kleinen Kopf werfen und in ihre Fantasiewelt reisen, dann seien Sie dabei. Ihre Kleinen freuen sich sicher riesig. Alternativ können Sie regelmäßig Spieleabende veranstalten. Laden Sie Freunde ein und schmettern Sie Karten auf den Tisch. Spiele wie Tabu kurbeln außerdem die Kreativität und Kommunikationsfähigkeit an. → Mehr zu Lernen mit Gesellschaftsspielen

2. Die eigenen Grenzen austesten

Kinder lassen sich ungern erzählen, was sie nicht können oder dürfen. Es ist schwer, sie davon abzuhalten, einen wackligen Baum zu erklimmen oder von einer hohen Mauer zu springen. Sie haben wenig Angst vor Herausforderungen, probieren alles einfach aus und lernen ihre eigenen Grenzen kennen – auch wenn das manchmal weh tut.

Das können Sie von Ihren Kindern lernen: Einfach machen! Verreisen Sie spontan, wenn Sie Lust dazu haben. Machen Sie eine Weiterbildung, wenn Sie sich für ein bestimmtes Thema interessieren. Bewerben Sie sich auf einen anderen Job, wenn Sie unzufrieden sind.

Was haben Sie zu verlieren? Klar können Sie scheitern, aber wenigstens können Sie sich niemals vorhalten, es nicht mindestens versucht zu haben.

3. Die kleinen Schätze des Lebens genießen

Manchmal ist es so leicht, Kinder zu begeistern: Schon ein Marienkäfer im Gras, Seifenblasen oder ein simpler Zaubertrick bringen die Kleinen zum Strahlen. Wir haben diese unscheinbaren Schätze des Lebens wahrscheinlich schon so oft gesehen, dass wir Sie gar nicht mehr richtig wahrnehmen.

Das können Sie von Ihren Kleinen hier lernen: Leben Sie achtsamer! Beobachten Sie die Natur um sich herum, und wenn Sie etwas Besonderes sehen, halten Sie inne und genießen Sie es. Warme Sonnenstrahlen im Gesicht, ein gutes Essen, das Lächeln Ihres Kindes – vor allem an Tagen, an denen einfach alles schief läuft, können uns diese Kleinigkeiten retten.

4. Abschalten und einfach nur Spaß haben

Unser Terminkalender ist meist proppenvoll. An jeder Ecke überlegen wir, wo wir Zeit einsparen und mehrere Dinge auf einmal erledigen können. Kinder haben keine Eile. Sie nehmen ihr Lieblingsspielzeug in die Hand und denken an nichts anderes mehr. Glücklich und zufrieden können sie so viele Stunden verbringen. Eine tolle Eigenschaft, die Sie von Ihren Kindern auch lernen können:

Suchen Sie sich eine Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht. Sei es Sport, Handarbeit oder ein Buch – Hauptsache Sie sind glücklich, wenn Sie ihr nachgehen. Versuchen Sie, abzuschalten und sich nur auf Ihr Hobby zu konzentrieren. Das erfordert anfangs etwas Übung, aber in der Hektik des Alltags ist es wichtig, loszulassen und manchmal nur für den Moment zu leben.

5. Fremden mit Offenheit begegnen

Wir haben viele Vorurteile, ob wir das zugeben wollen oder nicht. Diese voreiligen Schlüsse basieren auf Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben und beeinflussen uns ganz unterbewusst. Meist sind sie aber nur Steine, die uns im Weg liegen. Bevor wir diese Vorurteile auf unseren Nachwuchs übertragen, begegnen die Kleinen neuen Menschen komplett unvoreingenommen und interessiert. Besonders, wenn die fremde Person äußerlich ganz anders aussieht als wir.

Dieses Video von der Association Noémi, die sich für mehrfachbehinderte Menschen einsetzt, zeigt ganz deutlich: Für Kinder sind alle Menschen gleich ...

Wenn wir von unseren Kindern lernen, offen auf andere zuzugehen, eröffnet uns das wohlmöglich viele Chancen – neue Freunde, berufliche Kontakte, wer weiß? Wenn Sie das nächste Mal beim Sportkurs, auf dem Spielplatz oder beim Einkaufen in ein Gespräch verwickelt werden, seien Sie offen und versuchen Sie, die neue Person kennenzulernen. Möglicherweise ergibt sich ein wertvoller Kontakt oder einfach eine neue, erfrischende Perspektive.

6. Interesse an digitalen Medien und neuen Technologien

Es ist verblüffend, dass selbst Kleinkinder in Sekundenschnelle unsere ausgefuchste Bildschirmsperre überwinden. Während Mama und Papa noch Gebrauchsanweisungen studieren, nutzen Kinder Smartphone, Tablets und Apps ganz selbstverständlich. Diese Neugier auf Neues und die schnelle Auffassungsgabe ist beeindruckend.

Vielleicht können wir uns diese natürliche Affinität zu digitalen Medien nicht auf die Schnelle von unseren Kindern abschauen, aber wir können von ihnen lernen – und zwar wortwörtlich. Lassen Sie sich alles Neue haarklein von Ihrem Nachwuchs erklären. Seien Sie interessiert und verteufeln Sie die neuen Technologien nicht. Das kommt beiden Seiten zu Gute. Schließlich platzen die Kleinen vor Stolz, wenn sie ihren Eltern etwas beibringen können. → Mehr Tipps für die Medienerziehung

7. Hilfe suchen und annehmen, wenn man sie braucht

Kinder laufen schnell zu Eltern, Lehrern oder Verwandten, wenn ihnen etwas nicht gelingt. Sie fordern Hilfe ein und bekommen sie meist auch. Je älter wir werden, desto größer wird unser Anspruch, alles selber zu machen. Aber wer erlegt uns diese Last eigentlich auf? Warum fällt es uns so schwer, zuzugeben, wenn wir etwas nicht allein schaffen?

Von unseren Kindern können wir lernen, dass wir unsere Schwächen ruhig eingestehen und uns Hilfe holen können. Vielleicht sind es nicht mehr unsere Eltern, zu denen wir rennen, aber wir haben Partner, Freunde und auch Kinder, die uns bereitwillig unterstützen, wenn wir sie nur lassen.

8. Den Moment genießen

Erwachsene grübeln gerne. Wir bereuen unsere Vergangenheit, fürchten unsere Zukunft und verschwenden viele Gedanken für Dinge, die wir nicht mehr ändern können. Wie viel Zeit verwenden Kinder wohl für solche Gedanken? Gar keine! Kinder leben im Moment. Natürlich fiebern sie auch mal großen Ereignissen entgegen, aber der Vergangenheit hängen sie kaum nach. Streiten sich zwei Kinder, wird geschrien, geschubst, gehauen und anschließend wieder gemeinsam gespielt. Vergeben und vergessen.

Genau das können wir von unseren Kindern lernen, natürlich nicht, uns zu schlagen, sondern im Hier und Jetzt zu leben. Denn was nützt es uns, in einem schönen Moment an unangenehme, vergangene oder zukünftige Ereignisse zu denken? Wenn Sie solche Gedanken belasten, dann atmen Sie tief durch und wiederholen Sie den Satz: „So blöd es auch ist, ich kann es nicht ändern und werde mir meine Laune nicht davon verderben lassen.“

Spielerisch mit scoyo lernen:

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