Ein Herz und eine Seele: Wie sich Geschwister erfolgreich ein Zimmer teilen

Zwei Kinder, aber nur ein Zimmer? Mit unseren Tipps meistern Sie diese Herausforderung. So wird das Geschwisterzimmer ein schöner Ort für beide Kinder!

Familie: Wie sich Geschwister erfolgreich ein Zimmer teilen
Wenn sich Geschwister ein Zimmer teilen, kann ein Hochbett für mehr Platz sorgen. | © MNStudio\fotolia.com

 

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Spätestens wenn das zweite Kind kommt, herrscht oft Platzmangel. Dass sich Geschwister dann ein Zimmer teilen, ist keine Seltenheit. Und selbst wenn das Eigenheim ausreichend Platz bietet – erfahrene Psychologen und Pädagogen sind der Meinung, dass Kinder durchaus von einer Zimmerteilung profitieren können: Sie üben sich in der Kommunikation mit Gleichaltrigen, lernen zu streiten, ihre Interessen zu vertreten und bauen eine Bindung sowie Vertrauen zu einem anderen Menschen auf. Damit das erfolgreich gelingt, sollten Eltern hinsichtlich der Zimmereinrichtung jedoch einige Aspekte berücksichtigen.

Für separate Bereiche sorgen

Wann immer sich Kinder ein Zimmer teilen, sollte der Altersunterschied nicht größer als vier Jahre sein. Unabhängig davon braucht jedes der Kinder seinen eigenen abgetrennten Bereich, um seine Individualität ausleben zu können und um die Privatsphäre jedes Einzelnen zu schützen. Das ist mit einem Raumteiler zum Beispiel in Form eines Regals oder eines Paravents möglich. Wenn das Zimmer groß genug ist, können Sie es ebenso durch ein Hochbett in der Mitte in zwei Teile separieren: Einem Kind gehört dann die rechte Seite des Bettes, für das andere Kind ist die linke Seite reserviert. 

Eine weitere Möglichkeit der Raumtrennung besteht darin, einen Vorhang in der Mitte anzubringen, was diverse Vorteile hat:

  • Ein Vorhang passt auch in kleine Zimmer ohne dabei allzu viel Platz einzunehmen.
  • Er ist günstig in der Anschaffung.
  • Er lässt sich leicht austauschen, womit Sie ihn in Farbe und Motiven jederzeit an das Alter Ihrer Kinder anpassen können. 
  • Der Vorhang kann schnell zurückgeschoben werden (auch selbstständig von den Kindern), wenn Platz zum gemeinsamen Spielen benötigt wird.

Familie: Wie sich Geschwister erfolgreich ein Zimmer teilen Kinder können durchaus von einer Zimmerteilung profitieren. | © Ilike\shutterstockIndividualität berücksichtigen, Harmonie schaffen

Gerade in kleinen Zimmern wirkt es harmonischer, wenn Sie große Flächen als Einheit nutzen und nicht zu viele verschiedene Möbelstücke miteinander kombinieren. Hinsichtlich des Themas Individualität ist es trotzdem wichtig, dass Sie den Geschmack jedes Kindes berücksichtigen. Optisch ansprechende Möbel, die sich in jedes Kinderzimmer integrieren und miteinander kombinieren lassen, finden Sie in Online-Shops wie moebel-jack.de oder netzshopping.de.

Wenn Sie die Möbel einheitlich wählen, sorgen Sie für optische Ruhe und können zum Beispiel mit verschiedenen Accessoires auf die individuellen Bedürfnissen Ihrer Kinder eingehen. Auf der einen Seite bringen Sie zum Beispiel einen Wandsticker mit einer lustigen Tierwelt an, auf der anderen Seite findet sich eine romantische Märchenwelt.

→ Mehr zum Thema: Mehr Harmonie in der Familie schaffen

Arbeitsplatz für das Schulkind einrichten

Sobald eines der Kinder zur Schule geht, sollten Sie zum einen dafür sorgen, dass ein gemütlicher Rückzugsort vorhanden ist, an dem sich das Kind von den Anforderungen der Schule erholen und zur Ruhe kommen kann. Für einen solchen Ort bietet sich zum Beispiel eine Zimmerecke, der Platz unter einer Dachschräge oder eine Nische im Zimmer an. Diese können Sie mit Kissen, Decken und einem kuscheligen Sessel oder Sitzsack ausstatten. Damit Ihr Kind vollständig in seiner Kuschelhöhle verschwinden kann, eignet sich ein Vorhang zum Zuziehen oder ein rundes Moskitonetz über dem Platz. 

Zum anderen benötigt ein Schulkind seinen eigenen Arbeitsplatz, an dem es seine Schulaufgaben konzentriert erledigen kann. Wenn das Kinderzimmer groß genug ist, lässt sich ein solcher dort integrieren. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Kinder trotz Schulbeginn weiterhin genug Platz zum Spielen und Kind sein haben. Schränkt der Arbeitsplatz dabei zu sehr ein, sollten Sie ihn dann doch in einem separaten Zimmer einrichten. In Ihrer Planung sollte Folgendes enthalten sein:

Schreibtisch

Der Schreibtisch sollte über eine ausreichend große Tischplatte verfügen, auf der Ihr Kind alle wichtigen Utensilien ausbreiten kann. Des Weiteren sollte er in seiner Höhe verstellbar sein, um ihn perfekt an die Körpergröße Ihres Kindes anpassen zu können und auf diese Art ein rückenschonendes Arbeiten zu gewährleisten. Außerdem kann der Tisch so mitwachsen und Sie müssen nicht alle Jahre in einen größeren Schreibtisch investieren.

Drehstuhl Ebenso der Drehstuhl sollte höhenverstellbar sein. Eine gesunde Sitzhaltung ist erreicht, wenn sich die Ober- und Unterschenkel in einem 90°-Winkel zueinander befinden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den Stuhl selbstständig verstellen kann, das heißt den Hebel unterhalb der Sitzfläche dazu gut erreicht.
Regal/Untertischkommode Für zahlreiche Bücher, Arbeitshefte und Bastelutensilien die Ihr Kind in der Schule benötigt, braucht es Platz. Um Ordnung zu halten, sollten Sie ein Regal oder eine Untertischkommode anschaffen, damit Ihr Kind alles verstauen kann. Das sorgt zudem dafür, dass die Schulsachen insbesondere an Wochenenden oder in den Ferien auch mal verräumt werden und Ihr Kind abschalten kann und die freie Zeit mit Bruder oder Schwester genießen kann.

Unterschiede in der Zimmereinteilung erklären  

Wenn Sie den Arbeitsplatz im Kinderzimmer integrieren und vorerst nur eines der beiden Kinder zur Schule geht, nimmt dieses Kind damit automatisch mehr Platz im gemeinsamen Zimmer ein. Das kann schnell dazu führen, dass sich das andere Kind ungerecht behandelt fühlt und es zu Eifersucht und Streitigkeiten kommt. Um das zu vermeiden, sollten Sie in diesem Fall unbedingt mit beiden Kindern gemeinsam über die Zimmereinteilung sprechen und erklären, warum eines der Kinder ab jetzt mehr Raum benötigt.

Machen Sie deutlich, dass der zusätzliche Platz speziell zum Aufstellen des Schreibtisches benötigt wird und dass das Schulkind diesen braucht, um seine Hausaufgaben zu erledigen. Stellen Sie dem jeweils anderen Kind ebenso den eigenen Arbeitsplatz in Aussicht, wenn es in die Schule kommt. So hat es das Gefühl, gleichberechtigt behandelt zu werden und weiß, dass es nur noch etwas Geduld haben muss.  

Über die Autorin Silke Fröhlich

Silke Fröhlich ist ausgebildete Journalistin und hat lange bei einer überregionalen Tageszeitung gearbeitet. Seit der Geburt ihres heute zehnjährigen Sohnes Fabio widmet sie sich seiner Erziehung und schreibt freiberuflich rund ums Thema Familie. Nebenbei ist sie ehrenamtlich in mehreren pädagogischen Organisationen tätig, wo sie einerseits ihre Expertise einbringt und andererseits ständig Neues lernt, das sie wiederum in ihre Arbeit einfließen lässt. Silke Fröhlich lebt und arbeitet in Unterfranken.

 

*Dieser Artikel ist in Kooperation mit Möbel Jack entstanden.

 

 

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