So wird mein Kind mutig – 7 Tipps, um das Selbstvertrauen zu stärken

Vor einer großen Gruppe sprechen, eine neue Schule besuchen – neue Herausforderungen können Angst machen. scoyo hat 7 Tipps gesammelt, die das Selbstvertrauen Ihres Kindes stärken. So wird es mutig genug für neue Dinge!

Familie: Erziehung: So wird mein Kind mutig – 7 Tipps, um das Selbstvertrauen zu stärken
Einem mutigen Kind ist keine Wand zu steil und keine Herausforderung zu groß | © altanaka\fotolia.com

Alleine morgens Brötchen kaufen, mit Fremden sprechen, Vorträge vor einer großen Gruppe halten – für manche Kinder schier unüberwindbare Hindernisse! Zumindest in ihren Köpfen. In solchen Situationen möchte man als Elternteil das Selbstvertrauen seines Kindes stärken, weiß aber vielleicht nicht immer, was am besten zu tun ist. Durch unsere letztjährige scoyo-Umfrage wurde klar, wie wichtig dieses Thema für Eltern ist. Deswegen haben wir hier 7 Tipps zusammengestellt, wie Ihr kleiner Schatz mutig(er) werden kann.

7 Tipps, um das Selbstvertrauen Ihres Kindes zu stärken

Tipp 1: Dem Kind ein Vorbild sein

Der wohl wichtigste Tipp vor allen anderen: Seien Sie Ihrem Kleinen ein gutes Vorbild. Viele Kinder haben Angst davor, Fehler zu machen. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass Fehler in Ordnung sind und man viel von ihnen lernen kann. Auch Angst zu haben ist etwas ganz Natürliches. Zeigen Sie Ihrem Sprössling, dass Sie auch mal Angst haben. Dabei geht es nicht um große Dinge, wie zum Beispiel einem Fallschirmsprung. Eher um die vielen kleinen, herausfordernden Unterfangen im Alltag, die Sie Ihrem Nachwuchs vorleben können. Ihr Kind lernt so von Ihnen und wird mutiger bei seinen eigenen Mutproben.

Tipp 2: Das Kind mutiger machen durch das Aussprechen von Gefühlen

Familie: Erziehung: So wird mein Kind mutig – 7 Tipps, um das Selbstvertrauen zu stärkenSorgen und Ängste laut auszusprechen können Wunder beim Selbstvertrauen wirken | © detailblick-foto\fotolia.com

Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres kleinen Lieblings dadurch, dass Sie mit ihm über seine Gefühle sprechen. Zeigen Sie damit, dass die Gedanken und Gefühle, die es beschäftigen, wichtig sind. Machen Sie ihm aber auch deutlich, dass Gefühle von Gedanken abhängig sind. Das bedeutet, dass positive Gedanken zu positiven Gefühlen führen. Fürchtet sich Ihr kleiner Nachwuchsschauspieler vielleicht davor, beim kommenden Theaterstück auf der Bühne zu stehen? Stellen Sie im Gespräch darüber doch einfach die schönen Dinge an der Herausforderung heraus (ein schönes Kostüm, es kann allen zeigen, wie gut es schauspielern kann…). Wenn es seine Sorgen erst einmal ausgesprochen hat, ist das Stück vielleicht gar keine so große Hürde mehr.

Tipp 3: Das Selbstvertrauen durch (richtiges) Lob stärken

Ihr Nachwuchs verdient Lob dafür, dass es etwas gemacht hat, besonders dann, wenn es nicht gelungen ist. Der Versuch und die Mühe sind das Entscheidende, nicht das Ergebnis. Aber Vorsicht, tappen Sie nicht in die Lobes-Falle! Loben Sie Ihr Kind besser für das eigene Verhalten und nicht unbedingt für Dinge, die es gut kann. Andernfalls besteht die Gefahr der Versagensangst: Wenn Ihr Kind Ihr Lob mit guten Ergebnissen verbindet, fürchtet es Ihre Enttäuschung. Lief das Sportspiel mal nicht so gut? Dann heben Sie einfach den tollen Einsatz Ihres Sprösslings hervor. Durch richtiges Loben können Sie das Selbstvertrauen stärken, besonders in Momenten, in denen Ihr Nachwuchs damit hadert.

Tipp 4: Selbstvertrauen stärken durch ein eigens gewähltes Hobby

Familie: Erziehung: So wird mein Kind mutig – 7 Tipps, um das Selbstvertrauen zu stärkenEin Hobby, wie zum Beispiel Mannschaftssport, stärkt das Selbstvertrauen ungemein | © Pexels

Ist Ihr Kind mutig genug, sich einem neuen Hobby zu widmen? Wundervoll! Gut in etwas zu sein stärkt das Selbstvertrauen des Kindes ungemein. Es kann auch dabei hilfreich sein, mögliche schulische Rückschläge besser wegzustecken: Dann mangelt es eben in diesem Halbjahr vielleicht an der ein oder anderen guten Note. Dafür hat das eigene Team dieses Jahr den Mannschaftspokal nach Hause geholt. Gerade Mannschaftssport eignet sich übrigens sehr gut, um das Selbstvertrauen zu stärken. Anerkennung für den Einsatz seitens Gleichaltriger tut gut – und wird in den späteren Jahren umso wichtiger.

Tipp 5: Ermutigen Sie Ihr Kind, neue Dinge auszuprobieren

Bald steht die erste Stunde im neuen Sportverein an oder gar ein Schulwechsel bevor? Das ist ganz schön aufregend, oder? Da kann sich ein mulmiges Gefühl schnell einschleichen. Aber so viel ist gewiss: Veränderungen sind normal. Ermuntern Sie Ihren Schatz dazu, sich diesen Veränderungen mit Zuversicht zu stellen. Überlegen Sie zuvor gemeinsam, was alles Schönes passieren kann. Und versichern Sie Ihrem Liebling, dass Sie ja immer da sind, wenn tatsächlich Hilfe vonnöten ist. Das Wichtigste ist, dass Ihr Kind eigene Erfahrungen macht! Was zählt, ist das Selbermachen, nicht das Ergebnis.

Tipp 6: Selbstvertrauen stärken durch das Wort "Nein"

"Nein" zu sagen ist für viele Kinder (und sogar manche Erwachsene) schwierig. Mutig genug zu sein, seinen eigenen Willen zu kennen und durchzusetzen, ist eine wichtige Eigenschaft. "Ja-Sager" sind schneller beliebt, weil sich unangenehme Aufgaben leicht auf sie ablagern lassen. "Nein-Sager" kommen vielleicht nicht immer so gut an, doch hören sie mehr darauf, was sie selber wollen und lassen sich nicht so stark von außen beeinflussen. Selbstvertrauen heißt eben auch, sich seiner eigenen Fähigkeiten und Wünsche bewusst zu sein. Deswegen ist es so wichtig, an den richtigen Stellen mal ablehnen zu können. Darum kann es auch nicht schaden, ein "Nein" von Ihrem Schatz bewusst zu akzeptieren. So kann Ihr Kind lernen, dass sein "Nein" auch eine Wirkung hat.

Tipp 7: Selbstbewusstes Auftreten üben

Haltung und Gang sagen viel über das Selbstbewusstsein eines Menschen aus. Wichtig wird die Haltung in der Schule zum Beispiel bei Vorträgen. Üben Sie mit Ihrem angehenden Klein-Rhetoriker, wie man in solchen Situationen nach außen hin mutiger wirken kann. Dinge, wie zurückgelegte Schultern, ein Blick nach vorne und direkter Augenkontakt wirken hierbei Wunder. Vielleicht stellen Sie sich einmal zusammen vor dem Spiegel und vergleichen selbst, was eine aufrechte Haltung für eine tolle Wirkung haben kann!

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