WLAN-Projekt in Hamburg: scoyo ist dabei

Handys im Unterricht - ein Tabuthema. An sechs Hamburger Schulen soll das nun anders werden. Beim WLAN-Projekt erhalten Smartphones, Tablets & Co. Einzug in den Schulalltag.

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Beim Projekt WLAN ziehen digitale Medien in den Unterricht ein | © highwaystarz - Fotolia.com

Jedes Kind arbeitet auf einem eigenen Tablet, geschrieben wird mit dem Finger auf dem Touchscreen und Bücher gibt es nur noch als eBooks – so ähnlich stellen sich viele wohl die Schule der Zukunft vor. An sechs Hamburger Schulen ist das keine Zukunftsmusik mehr.  „Start in die nächste Generation“ oder WLAN nennt sich das Projekt, das nun über zwei Jahre an drei Stadtteilschulen und drei Gymnasien  laufen soll. Das Ganze wird wissenschaftlich begleitet und soll eine Menge an Erkenntnissen über die „Schulfähigkeit“ von digitalen Medien, aber auch über Medienwissen, Urheberrecht und Sicherheit im Netz zu Tage fördern.

Der Unterricht im digitalen Klassenraum

Keine Sorge! Zettel und Stift werden nicht abgeschafft, sondern lediglich durch Smartphone, Tablet und Laptop ergänzt. Dafür stehen den Schülern einzelner Klassen und Kurse von nun an verschiedene Lernprogramme zur Verfügung. Das sind zum Beispiel ein Tabellenkalkulationsprogramm oder eine Software zum Erstellen von Musik. Auch scoyo beteiligt sich am Projekt. Verschiedene Lehrinhalte werden also auch in Form von Geschichten und interaktiven Aufgaben vermittelt. Der besondere Vorteil: Die digitalen Medien machen eine echte individuelle Förderung möglich, denn die Schüler können ihre Aufgaben nach ihrem persönlichen Leistungsstand und Lerntyp auswählen. Visuell orientierte Kinder zum Beispiel lernen besser wenn sie etwas lesen oder ein Video schauen, während motorische Lerntypen lieber alles selber machen und austesten. Dabei ist es jedem selbst überlassen, wie oft er eine Lerneinheit wiederholt. Auf diese Weise werden die Stärken und Schwächen jedes einzelnen angesprochen und gezielt gefördert.

Haben die Schüler eine Aufgabe fertig, senden sie ihre Ergebnisse direkt an ihre Lehrer. Diese können die Leistungsstände ihrer Schützlinge jederzeit online abrufen und auswerten. Dafür haben die beteiligten Lehrer im Vorhinein Fortbildungen besucht, um „fit“ in der digitalen Wissensvermittlung zu werden.

Digitales Lernen motiviert

Das Projekt läuft bereits seit November 2014, aber schon jetzt sind die beteiligten Schüler und Lehrer begeistert. Die Siebtklässlerin Laura erzählt im Interview mit dem Hamburger Abendblatt, dass Mathe normalerweise nicht so ihre Sache war. Durfte sie Rechenaufgaben am Tablet oder Smartphone machen, fand sie auf einmal doch Spaß daran. Die Englisch- und Spanisch Lehrerin Katrin Pfeuffer stimmt dem zu. Sie betont gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Schüler, die sonst eher zurückhaltend sind, sind ganz eifrig dabei. Das ist eine totale Motivation für die Schüler, mit diesen Geräten zu arbeiten.“

Das Lernen der Zukunft

Online-Lernplattformen wie scoyo haben schon länger erkannt, dass das Lernen mit digitalen Medien einen besonderen Reiz für Kinder hat. Ansprechende Zeichnungen und spannende Geschichten wecken Neugier und Interesse in unserem Nachwuchs. Außerdem sprechen die Spiele viele verschiedene Regionen im Gehirn an, was dazu führt, dass das Gelernte nachhaltig abgespeichert und abrufbar bleibt. Zu guter Letzt machen solche Programme einfach Spaß – die perfekte Voraussetzung um motiviert und erfolgreich zu lernen. Das WLAN-Projekt nutzt diese Vorteile nun und macht sie reif für den Schulalltag. Die Hamburger Schulbehörde gibt damit wohlmöglich den Startschuss für eine neue Generation Schule.

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