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scoyo-Elternstudie: Stress durch Leistungsdruck bei Kindern

Entspannte Eltern, entspannte Kinder

Die scoyo-Elternstudie zeigt: Viele Familien stehen beim Thema Schule unter Druck. Experten zeigen Wege aus der Stressfalle und verraten, wie Sie den Leistungsdruck bei Ihren Kindern mindern.

Nach der Arbeit noch schnell fürs Abendessen einkaufen, die Tochter zum Klavierunterricht fahren, mit dem Sohn Vokabeln für die nächste Klausur pauken und abends trotzdem mit schlechtem Gewissen ins Bett fallen – so oder so ähnlich geht es vielen Eltern in Deutschland. Denn der Tag war mal wieder zu kurz, um alles zu schaffen.

Wie Eltern diese Situation und den Leistungsdruck der Kinder empfinden und was im Familienleben zu kurz kommt, hat scoyo in einer Studie untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Focus Schule (Heft 4 August/September 2012) veröffentlicht. 1.005 Mütter und Väter äußerten sich in einer repräsentativen Befragung zu ihrem Familienalltag. Zusätzlich sprach scoyo mit namhaften Erziehungsexperten wie Gerald Hüther, Jesper Juul, Elke Wild, Jan-Uwe Rogge, Sabine Czerny und Axel Doderer über die Entwicklung in den Familien. Sie geben Eltern, die sich die Frage stellen „Schulstress, was tun?“, hilfreiche Ratschläge.

„Eltern stehen heute unter einem hohen Erwartungsdruck. Die Sorge um die schulischen Leistungen der Kinder steigt und verunsichert Eltern. Sie haben Angst, dass schlechte Noten die Zukunftsaussichten der Kinder verschlechtern. Mit unserer Studie wollen wir untersuchen, wie sich das auf das Familienleben auswirkt und Lösungen finden, die die Eltern unterstützen“, erklärt Daniel Bialecki, Geschäftsführer der scoyo GmbH. Das Lernportal ist darauf angelegt, Eltern bei der Förderung und Unterstützung ihrer Kinder zu entlasten: In den animierten Lerneinheiten, die zusammen mit Pädagogen und führenden Wissenschaftlern entwickelt wurden, erschließen sich Schüler spielerisch und eigenständig den Schulstoff.

Leistungsdruck der Kinder belastet Familien

Die Ergebnisse der scoyo-Elternstudie sind eindeutig: Mehr als die Hälfte (63 Prozent) der Befragten fühlt sich im Familienalltag unter Druck – 33 Prozent davon gelegentlich, fast jeder Dritte sogar sehr häufig oder häufig. Als Ursache nennen die Befragten neben den Mehrfachbelastungen durch Familie und Beruf (49 Prozent) die eigenen hohen Erwartungen (43 Prozent) und den Wunsch, ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen (42 Prozent). Vor allem Frauen fühlen sich stärker durch den Wunsch belastet, gute Eltern zu sein (49 Prozent), als die Väter (36 Prozent). Bei den Alleinerziehenden ist diese Belastung mit 56 Prozent sogar noch stärker.

Die meisten Experten bestätigen: Familien stehen heute mehr unter Stress als früher. Über die Gründe sind sie sich einig. Jesper Juul, Axel Doderer und Gerald Hüther sehen einen hohen Leistungsdruck der Kinder als Auslöser. Schüler sollen in der Schule von Anfang an sehr gute Leistungen erzielen, um später erfolgreich zu sein. Gerald Hüther sagt: „Statt ihre Kinder vor dem Druck zu schützen, meinen viele Eltern fälschlicherweise, sie schon früh auf den Leistungsdruck in der Gesellschaft vorbereiten zu müssen.“

Schulstress, was tun? Erwartungen begegnen ohne Druck

Wie aber sollen Eltern mit der Erwartungshaltung umgehen? Keiner will sich vorwerfen, nicht alles für die Zukunft des Kindes getan zu haben. Britta Lockstein, Mutter von drei Kindern und Kundin von scoyo berichtet: „Bereits in der zweiten Klasse ist die Anspannung sehr hoch. Der Gedanke an die Versetzung ins Gymnasium ist schon so präsent, dass der Spaß am Lernen viel zu kurz kommt.“ Auch der Familienberater Jesper Juul sieht diese Entwicklung skeptisch: „Kinder und Eltern zahlen einen zu hohen Preis für den allgemeinen Bildungsdruck.“

Dabei haben Verhaltensforscher  herausgefunden, dass Kinder am besten im spielerischen Lernen ihre Fähigkeiten entfalten. „Oftmals wird vergessen, dass Schüler auch Begeisterung brauchen, um sich Wissen anzueignen. Mit unseren digitalen Lernabenteuern wollen wir Kindern diesen Spaß wiedergeben und verunsicherten Eltern eine sichere Unterstützung bieten, die sie entlastet“, sagt Daniel Bialecki.

Die scoyo-Elternstudie zeigt auch: In den Familien entsteht durch die hohen Erwartungen, die Eltern an sich selbst stellen, viel Druck. Die befragten Experten sind sich einig: Eltern sollten nicht alles perfekt machen wollen. Wenn sie wieder mehr Raum zur eigenständigen Entfaltung haben, verringert sich der Leistungsdruck der Kinder und sie entspannen. Das entlastet auch die Mütter und Väter. So geht die Formel auf: entspannte Eltern = entspannte Kinder.

Den Leistungsdruck der Kinder zu reduzieren, bedeutet auch, ihre Eigenständigkeit zu fördern

scoyo basiert auf selbstständigem Lernen. Auch die Expertenumfrage bestätigt, dass vor allem Eigenständigkeit und Freiraum für die Entwicklung und Unterstützung der Kinder wichtig sind. Der Alltag in den Familien sieht anders aus: Bei der Elternbefragung geben 75 Prozent an, ihre Kinder bei Leistungsdruck in der Schule, aktiv zu unterstützen. Nur die Hälfte vertraut auf die Fähigkeit der Kinder, ohne sich einzumischen. 63 Prozent wollen mit außerschulischen Angeboten den hohen Anforderungen in der Schule gerecht werden. „Wichtig bei solchen Angeboten ist es, dass sie das eigenständige Lernen unterstützen. scoyo beispielsweise ermöglicht den Kindern, eigene Fähigkeiten in den Lernabenteuern zu entdecken und sich auszuprobieren“, sagt Daniel Bialecki. Statt zu belehren, können die Eltern den Lernprozess beobachten: Im scoyo-Elternbereich sehen sie, was die Kinder bearbeitet haben, erfassen Stärken und Schwächen und entdecken vielleicht noch ungeahnte Fähigkeiten ihrer Kleinen. So ist eine optimale Unterstützung für Kinder in puncto Schule gewährleistet.

Freiräume schaffen für Familienzeit

Wenn die Unterstützung der Kinder auch darin liegt, eigenständiges Lernen zu fördern, bedeutet dies gleichzeitig auch mehr Freiraum für Eltern: Anstatt mit dem Sohn oder der Tochter die Hausaufgaben zu bearbeiten oder sie zur nächsten Nachhilfe zu fahren, entspannen sie, während die Kinder sich selbstständig ihr Wissen erschließen. Die freie Zeit kann dann für Ausflüge oder gemeinsame Spieleabende genutzt werden – denn das kommt im Familienalltag bisher zu kurz. In der scoyo-Elternumfrage wünschen sich 48 Prozent mehr freie Stunden für gemeinsame Familienaktivitäten. Über die Hälfte (58 Prozent) hätte zudem gerne mehr Zeit für sich. Ein Bedürfnis, das nicht überrascht: Die befragten Experten waren sich einig, dass jedes Familienmitglied auch Zeit für sich brauche und regelmäßige Ausflüge oder Familienrituale ein wichtiger Baustein für ein vitales Familienleben seien.

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