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Die besten Tipps der Experten

Lernen in den Ferien

Endlich Sommerferien! Keine Schule, keine Pflichten? scoyo hat Eltern gefragt, ob ihre Kinder in den Ferien lernen. Das Ergebnis: 41 Prozent der befragten Eltern geben an, „Ja, unsere Kinder lernen in den Ferien.“ Weitere 16 Prozent holen Wissen in den Ferien nach, wenn es schlechte Noten zu verbessern gibt. Die Studie ist repräsentativ.

Das Ergebnis: 41 Prozent der befragten Eltern geben an, „Ja, unsere Kinder lernen in den Ferien.

Im Auftrag scoyos befragte die forsa 1001 Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt.

Experten raten von zu viel Ehrgeiz ab. Kinder bräuchten Zeit, um sich in den Ferien vom Stress des Schuljahres zu erholen und neue Kraft für die nächste Klasse zu tanken. Aber viele Eltern sorgen sich um die schulischen Leistungen und die Zukunftschancen ihrer Kinder. Wie können sie die Ferien nutzen, um ihrem Nachwuchs bei einem guten Start ins neue Schuljahr zu unterstützen?

Die fünf Top-Tipps zum Lernen in den Ferien:

  1. Kinder in die Entscheidung mit einbeziehen, wann und was gelernt werden soll
  2. Eine Lern-Vereinbarung treffen, beispielsweise zwei Stunden täglich
  3. Als Belohnung: Gemeinsame Zeit für Wissens-Entdeckungen einplanen
  4. Nicht zur ehrgeizig: Erholung geht in den Ferien vor
  5. Neue Medien können neue Motivation stiften, wenn sie auf den Lehrplan abgestimmt sind

Wie? Neue Wege gehen
„Begeistern Sie Ihre Kinder für neue Lernwege. Das weckt Motivation und steigert die Lust auf das neue Schuljahr“, sagt Paula Honkanen-Schoberth, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes. Lernspiele, Apps oder Lerngeschichten können einen ganz neuen Zugang zum Schulstoff zeigen. Oft bringen wissensrelevante Medien neuen Schwung in die Themen, die im Unterricht langweilig oder unverständlich schienen. Dabei wirft Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes ein, dass Neue Medien nicht per se hilfreich seien: „Es kommt darauf an, dass die Medieninhalte mit dem Lehrplan des betreffenden Bundeslandes, der betreffenden Schulart und den Schulbüchern, die an der betreffenden Schule eingeführt sind, übereinstimmen. Am besten lässt man sich hier von den Lehrern beraten“, sagt Kraus.

Warum? Beziehen Sie die Kinder in die Entscheidung mit ein
„Mein Tipp für alle Erziehungsfragen: Beteiligen Sie die Kinder an der Entscheidung. Wie viel sie lernen, ist dann egal. Sie sind einfach motivierter und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich an die Abmachung halten, x Stunden zu lernen, ist größer!“, sagt Paula Honkanen-Schoberth. Sie rät Eltern, gemeinsam mit den Kindern zu üben und neue Formen des Lernens auszuprobieren. Dabei gibt es gute Argumente, um den Kindern zu vermitteln, dass das Lernen in den Ferien nicht ganz links liegen gelassen, werden sollte. Denn: „Erstens wird der Start ins neue Schuljahr leichter und zweitens kann bei geistig total anspruchslosen Ferien der Intelligenzquotient sogar sinken“, sagt der Präsident des Lehrerverbandes, Josef Kraus.

Wann? Nicht mehr als zwei Stunden täglich im zweiten Abschnitt der Ferien
„Erst mal sollen sich die Kinder erholen, nichts tun, in aller Ruhe lesen oder Sport treiben“, so Josef Kraus. „Wenn es Wissenslücken zu schließen gilt, sollte das nur im zweiten Abschnitt der Ferien passieren“, sagt der Pädagoge. Je nachdem, wie groß die Wissenslücken seien, sollten zwei Stunden täglich ausreichen, um zu lernen, ohne die Ferienerholung zu gefährden. „Wichtig ist, dass die Kinder auch in den Ferien nicht vollkommen mit Freizeitterminen ausgebucht sind“, sagt Kraus, „sonst starten sie ausgepowert ins nächste Schuljahr.“ Die beste Ferienbeschäftigung? „Lesen, Lesen, Lesen …“, empfiehlt Kraus.

Wer? Gemeinsam Spaß am Lernen finden
Beim Lernen sollten die Kids möglichst eigenständig sein: „Je nach Alter sollten sie möglichst selbstständig und allein lernen. So wird die Eigenverantwortung gefördert“, rät Josef Kraus. Eltern könnten sich einbringen, in dem sie die Kinder abfragen und sie so anspornen. „Studien zeigen immer wieder: Kinder wünschen sich gemeinsame Zeit mit den Eltern. Wenn die Eltern begeistert und motiviert von bestimmten Wissensthemen sind, übertragen sie diese Faszination und das Interesse auf ihre Kinder“, beschreibt Paula Honkanen-Schoberth. Fazit: Nehmen Sie sich im Urlaub besonders viel Ruhe und Zeit, um mit ihrem Kind gemeinsam Wissensthemen zu entdecken und zu verstehen und geben Sie dem Kind Ruhe und Raum zum eigenständigen Lernen.

Wo? Neue Medien bringen neuen Zugang
„Verknüpfen Sie die Lerninhalte mit spielerischen Situationen“, rät Paula Honkanen-Schoberth. „Auch Neue Medien bieten ganz neue Perspektiven auf die Themen, die im Schulunterricht vielleicht nicht ganz verstanden wurden!“ So kann das gemeinsame Wiederholen des Schulstoffes ein kleines Ferienabenteuer für die ganze Familie werden. Ein Ausflug ins technische Museum könnte beispielsweise die Begeisterung für Physik und ein vermeintlich trockenes Thema wecken. „Ein Ausflug ist auch eine tolle Belohnung, wenn ein Lernziel erreicht wird“, findet Josef Kraus. „Und gemeinsam etwas zu unternehmen ist für Kinder viel schöner, als ein rein materielles Geschenk!“

Was? Lernspaß in den Ferien
„Überlegen Sie gemeinsam: Wie machen wir das? Was soll gelernt werden?“, rät Paula Honkanen-Schoberth. So gemeinsam getroffene Entscheidungen motivieren und tragen zur Eigenverantwortung bei. Wenn die Schüler an Grenzen stoßen, können nur Mut und Motivation helfen. „Ermutigen Sie Ihr Kind. Versuchen Sie, nicht zu kritisieren. Ein Satz wie „Du kannst das! Du schaffst es!“, kann Bärenkräfte wecken“, so die Erziehungsberaterin. Und wie bei jedem großen Brocken gilt: „Stecken Sie die Ziele nicht zu hoch. Mit dem richtigen Schwung und Leichtigkeit in kleinen Schritten klappt der Start ins neue Schuljahr besser!“

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